Ex-Freund von toter Beckumerin gefasst
Bild: Clauser
Nach dem Brand am Beckumer Nordwall ermittelt die Polizei: Die in dem Haus gefundene tote Frau soll nach jetzigen Erkenntnissen von ihrem Ex-Freund getötet worden sein.
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Beim Schusswechsel mit der Polizei auf der Mühlenfeldstraße in Wadersloh, zweieinhalb Kilometer außerhalb des Ortes, wurde der 27-Jährige schwer verletzt. Er wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem am Freitag in der ausgebrannten Wohnung in Beckum gefundenen Leichnam um die Ex-Freundin Mannes handelt.

Der Wadersloher ist dringend verdächtig, die 22 Jahre alte Frau aus Beckum in der Nacht zum Freitag nach einem Streit in der Wohnung am Nordwall in der Beckumer Innenstadt getötet zu haben. „Um seine Tat zu verdecken, setzte er vermutlich im Anschluss die Wohnung der jungen Frau in Brand und flüchtete. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte es sich um eine reine Beziehungstat handeln“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Münster erließ eine Richterin am Mittag Haftbefehl wegen Totschlags und besonders schwerer Brandstiftung gegen den Beschuldigten.

Hauseigentümerin (74) mit Rauchvergiftung im Krankenhaus

Als am frühen Freitagmorgen der Löschzug Beckum mit 24 Mann an der Einsatzstelle am Nordwall 29 eintraf, schlugen schon die Flammen aus einem Zimmer in der ersten Etage. Die Räume brannten bereits in voller Ausdehnung. Alarm war um 2.21 Uhr bei der Feuerwehr-Leitstelle eingegangen.

Im Erdgeschoss trafen die Einsatzkräfte auf die 74-jährige Hauseigentümerin. Die Frau teilte der Feuerwehr mit, dass sich noch eine Person im Gebäude befinden könnte. Sie selbst hatte eine Rauchvergiftung erlitten und wurde mit einem Rettungswagen sofort ins Beckumer St.-Elisabeth-Hospital gebracht.

Vier Mann rückten unter schwerem Atemschutz in die oberen Wohnräume vor. „Menschenleben in Gefahr“ lautete der Einsatzbefehl. Bedingt durch das heftige Feuer und die extreme Hitzeentwicklung konnten die Feuerwehrkräfte aber nicht sofort in das Zimmer vorrücken, in dem die Person vermutet wurde. Hier musste zunächst der Brand bekämpft werden, wozu weitere Kräfte unter Atemschutz vorrückten. In einem Wohnraum fand die Feuerwehr schließlich eine auf dem Boden liegende tote Person.

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