Fahrzeuge bringen Hilfe in der Not
Bild: Krogmeier
Den symbolischen Schlüssel für die beiden neuen Fahrzeuge nahm Marcus Scheele, Leiter der Beckumer Feuerwehr (links) von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann entgegen.
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Über die Straßen der Püttstadt rollen jetzt auch ein Löschgruppenfahrzeug LF 20 und ein neues Notarzteinsatzfahrzeug. Zu Beginn der Feier segneten Propst Rainer B. Irmgedruth und Pfarrer Friedrich Vogelpohl gemeinsam die neuen Einsatzfahrzeuge („Die Glocke“ berichtete). In der kurzen Andacht erinnerte Vogelpohl daran, dass das LF 20 schon Pfingsten beim Gewitter im Einsatz gewesen sei.

Anschließend feierte die Wehr gemeinsam mit der Bevölkerung ihr traditionelles Fest. Zunächst spielte dabei der Spielmannszug der Wehr unter der Leitung von Markus Erlenkötter und Willi Gieske auf. Anschließend gab’s die aktuellen Charts aus der mobilen Diskothek. Für die Bewirtung ihrer Gäste sorgte in gewohnter Manier die Feuerwehr.

Marcus Scheele, Leiter der Feuerwehr dankten allen Helfern, die mit ihrem Einsatz das alle zwei Jahre stattfindende Fest erst ermöglichen. In den Dank schloss er die Volksbank Beckum-Lippstadt ein, die den Abend unterstützte. Krönender Höhepunkt des Abends war ein großes Höhenfeuerwerk, das den nächtlichen Himmel über dem Westpark mit Farbenpracht erhellte.

400 000 Euro für die Sicherheit

Das neue Löschfahrzeug LF 20 ersetzt einen Wagen aus dem Jahr 1988 und wird am Standort Beckum stationiert sein. Erstmalig ist es mit einer neuartigen Kabine ausgestattet, die erheblich mehr Platz für die Mannschaft mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung bietet. Zudem sind alle neun Plätze mit Sicherheitsgurten ausgerüstet.

Ausgestattet ist das LF 20 mit einer Kreiselpumpe mit einer Leistung von 2000 Litern pro Minute, einem Löschwasserbehälter (2000 Liter) und einem Schaummitteltank (100 Liter). Eine vollautomatische Schaum-Zumischanlage ist selbstverständlich. Der pneumatische Lichtmast ist von unten steuerbar, ein großer tragbarer Stromerzeuger gehört zur Ausrüstung.

Bei Eis und Schnee steht eine Anfahrhilfe in Form von Schleuderketten an der Hinterachse zur Verfügung. Das erspart vor Einsätzen das aufwendige Aufziehen von Schneeketten. In den zwei Haspeln am Ende des Fahrzeugs befinden sich Warnmaterial zur Verkehrssicherheit und ein Sanitätsrucksack für die Respondereinsätze im Rettungsdienst, also eine weitere Erste-Hilfe-Ausstattung. Das neue LF 20 wurde für rund 320 000 Euro angeschafft.

Das neue Notarzteinsatzfahrzeug ersetzt ein NEF aus dem Jahr 2007. Der Mercedes Vito ist mit Allrad, Navigationssystem und neuester Digital-Funktechnik ausgestattet. Zur Ausrüstung gehören ein Beatmungsgerät „Oyylog 2000plus“, Kindernotfalltasche, Notfallrucksack für Erwachsene und EKG-Gerät. Im Auto befindet sich ein zusätzlicher Arbeitsplatz für den Notarzt und seinen Fahrer. Das NEF wurde für rund 80 000 Euro gekauft.

„Die neuen Fahrzeuge helfen dabei, Gefahren durch Feuer und andere Naturgewalten zu mindern“, stellte Notfallseelsorger Friedrich Vogelpohl fest. Es seien wichtige Hilfsmittel, die aber nur hilfreich seien, wenn sie von den tatkräftigen Kameraden geführt werden. „Die Einsatzkräfte werden bei ihrer schweren Arbeit von der Dankbarkeit der Menschen getragen“, führte der Pfarrer bei der Fahrzeugsegnung aus.

Angesichts der Naturgewalten und Katastrophen seien die Menschen ganz klein, machte Vogelpohl mit Blick auf das schwere Gewitter, das am Pfingstmontag in NRW Menschenleben gefordert und große Schäden angerichtet hatte, deutlich.

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