Farbmetamorphosen im Stadtmuseum
Eröffneten die neue Sonderausstellung: (v.l.) Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Malerin Gertrud Maria Viegener und Stadtmuseum-Leiter Dr. Martin Gesing. Bild: Neitemann

„Gertrud Maria Viegener malt Erzählungen von Farbwandlungen“, stellte Gesing bei der Eröffnung fest, „der Prozess der Bildentstehung bleibt immer sichtbar, der intensive und aufwändige Arbeitsprozess jedoch nicht mehr“.

Interessierten Besuchern gab die Künstlerin persönlich Auskunft über ihre Arbeit und Maltechniken. Der Titel der Ausstellung ist gleichzeitig derjenige eines ihrer Werke, das exemplarisch für alle anderen stehen könnte: Zwei Farben, das gemeinhin als Türkis bezeichnete Cyan und Rot, werden in sich kreuzenden Farblinien vermischt und verwässert und wandeln sich schließlich in ein leuchtendes, weißes Quadrat - eben „cyanerrötendesweißlicht“.

Gertrud Maria Viegeners Bilder nehmen den Betrachter gefangen. Die Augen kommen beim Erkunden der Farbmetamorphosen nicht zur Ruhe, stets auf der Suche nach einem Orientierungspunkt. Das Bildformat all ihrer Werke bleibt immer quadratisch. Die ideale Form soll den Betrachter nicht von den zarten Übergängen und zahllosen Übermalungen ablenken.

Zur Ausstellung, die bis zum 8. Mai in Beckum zu sehen sein wird, ist auch ein Katalog erschienen. Sie ist ein gemeinsames Projekt des Stadtmuseums Beckum, der Galerie „KunstBüroBerlin“, des Forums „Konkrete Kunst“ Erfurt, der städtischen Galerie Schloss Strünkede und des Emschertalmuseums Herne.

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