Feuer zerstört leerstehendes Wohnhaus
31 Feuerwehrkameraden bekämpften in der Nacht zum Donnerstag den Großbrand in der Beckumer Bauerschaft Holtmar. Das seit Jahren unbewohnte Gebäude konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

Das Haus wurde jedoch komplett zerstört. Es entstand ein Sachschaden, der nach ersten Schätzungen der Kriminalpolizei mehr als 80 000 Euro betragen dürfte.

In der Nacht zum Donnerstag gegen 1.40 Uhr wurde die heimische Feuerwehr alarmiert. In der Bauerschaft Holtmar 10 bei Beckum war von einem Zeugen der Brand entdeckt und gemeldet worden. Die Brandstelle lag zwischen dem Holtmarweg und der Hammer Straße etwa 200 Meter außerhalb Beckums.

Als die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei vor Ort eintrafen, stand das seit mehreren Jahren unbewohnte Wohnhaus bereits in hellen Flammen. Die Wehr war mit 31 Mann und elf Fahrzeugen vor Ort und nahm sofort die Löscharbeiten in Angriff. Es gab keine Hinweise darauf, dass sich Personen im Haus aufgehalten hatten.

Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte das Haus im Erd-, Ober- und Dachgeschoss bereits in voller Ausdehnung. Die Zwischendecken stürzten wenig später einein, und die Dachpfannen stürzten in die Tiefe.

 Die Feuerwehr konnte nicht mehr verhindern, dass das Haus von den Flammen komplett zerstört wurde. Während der Löscharbeiten und danach konnte das Gebäude nicht mehr betreten werden. Auch die Giebel drohten einzustürzen.

80 000 Euro Schaden

Nach dem Eintreffen am Einsatzort nahm die Beckumer Feuerwehr sofort die Löscharbeiten mit drei C-Rohren auf. Möglich war allerdings nur ein Außenangriff auf die Flammen. Die akute Einsturzgefahr ließ ein Betreten des Gebäudes nicht mehr zu. Die Tragfähigkeit der Holzdecken und der Giebel war nicht mehr gewährleistet. Von der Drehleiter aus wurden die Dachpfannen entfernt, um so von oben die Glutnester ablöschen zu können. Die Einsatzstelle wurde umfassend ausgeleuchtet, wobei ebenfalls die Drehleiter eingesetzt wurde.

Die Wasserversorgung erfolgte über einen etwa 600 Meter entfernten Hydranten an der Hammer Straße (Bundesstraße 61). Erst kurz vor 5 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte wieder einrücken.

Donnerstagvormittag um 10.20 Uhr wurde ein weiterer Einsatz erforderlich, denn durch noch vorhandene Brandnester war das Feuer wieder aufgelodert. Die Wehr löschte diese Flammen ab, wobei fünf Mann mit einem Löschfahrzeug ausgerückt waren.

Vor Ort waren auch die Brandsachverständigen der Kriminalpolizei. Die Brandursache konnte bislang allerdings noch nicht festgestellt werden, da auch gestern ein Betreten des einsturzgefährdeten Gebäudes nicht möglich war. Die Ermittlungen der Polizei dauern daher an. Das Haus wurde allerdings komplett zerstört, wobei ein Sachschaden von rund 80 000 Euro geschätzt wurde.

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