Feuerwehr-Rentner sitzen mit im Boot
Bild: Krogmeier
Über die Solidarität der noch im Dienst befindlichen Feuerwehrbeamten hat sich Gerd Greshake gefreut. Vom Verhalten der Stadt ihren Pensionären gegenüber ist er jedoch enttäuscht.
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Neben vereinbarten Freischichten wurde dieser Betrag als Ausgleich für bislang nicht bezahlte Bereitschaftszeiten unter den 21 Feuerwehrmännern aufgeteilt.

„Ursprünglich sollten wir drei Pensionäre leer ausgehen“, machte Gerd Greshake im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Der Rentner wies darauf hin, dass der von der Stadt angebotene Betrag von 25 000 Euro unter den 18 Mann aufgeteilt werden sollte, die schon in den Jahren zwischen 2001 und 2006 Bereitschaftsdienste auf dem Dienstplan hatten und auch heute noch ihren aktiven Dienst als Hauptamtliche auf der Feuer- und Rettungswache leisten. Somit hätte jeder von ihnen anteilig rund 1700 Euro erhalten. Umso mehr freuten sich die drei Feuerwehr-Ruheständler, dass ihre 18 Kameraden auf einen Teil des Geldes verzichteten. Somit konnten die 25 000 Euro anteilig durch 21 Personen geteilt werden. Jeder Beteiligte kann somit auf bis zu 1400 Euro kommen – einschließlich der Pensionäre, die somit nicht in die berühmte Röhre schauen müssen.

Neben diesem finanziellen Ausgleich erhalten die noch im Dienst befindlichen Feuerwehrbeamten Freischichten gutgeschrieben. Je nach Dienstdauer kommen so zwischen drei und zehn dieser Schichten zusammen, die bis zum Jahr 2019 mit Blick auf die Dienstpläne als Freizeit genommen werden können.

Unter diesen Bedingungen hatten in der vergangenen Woche alle 21 betroffenen Feuerwehrleute dem ihnen von der Stadt vorgelegten Vergleich zugestimmt. Auch von den drei Ruheständlern war eine Zustimmung vonnöten, damit dieser Vergleich überhaupt in Kraft treten konnte.

Über die Solidarität ihrer noch im Dienst befindlichen Kameraden haben sich die drei Pensionäre sehr gefreut. Enttäuscht sind sie dagegen von der Stadt Beckum. „Der Bürgermeister und die Stadtverwaltung waren nicht gewillt, die 25 000 Euro aufzustocken, um somit die Rentner mit berücksichtigen zu können“, machte Gerd Greshake als einer der drei Betroffenen im Gespräch mit der „Glocke“ seinem Ärger Luft. „Auch wir haben doch damals unsere Knochen hingehalten und sind jetzt enttäuscht, dass die Stadt so mit uns Rentnern umgegangen ist.“

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