Freie Bahn für die Gewerbeansiedlung
Bild: Krogmeier
Grünes Licht für das Gewerbegebiet „Obere Brede“ / Tuttenbrock hat der Beckumer Stadtrat während der Sitzung am Donnerstag gegeben. Nur die Grünen stimmten gegen den Bebauungsplan.
Bild: Krogmeier

Das bereits seit 2006 laufende Verfahren wurde so zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Während der Ratssitzung sprachen sich lediglich die vier Kommunalpolitikerinnen aus den Reihen von Bündnis 90 / Die Grünen gegen den Bebauungsplan aus. Die Ratsmitglieder der anderen Fraktionen stimmten ohne Ausnahme zu.

Jutta Linnemann begründete für die Grünen die Ablehnung. Sie sah keinen zwingenden Bedarf für diese Erschließung und die damit verbundene Investition. Die dafür erforderlichen Mittel seien zweifelsfrei nicht vorhanden, die Haushaltslage gebe das absolut nicht her. Bedarf für die Erschließung eines neuen Industriebetriebs würden die Grünen nicht sehen.

„Wir begrüßen den Bebauungsplan ausdrücklich, denn wir schaffen damit jetzt die Grundlage, die ersten Erschließungen im neuen Gebiet vorzunehmen.“ Für die CDU ließ Fraktionsvorsitzender Werner Knepper keine Zweifel an der Notwendigkeit des neuen Gewerbegebiets für die Stadt Beckum aufkommen: „Wir brauchen diese Flächen ganz dringend, das ist eine Wachstumschance.“ Den Grünen warf Knepper eine „rückwärtsgewandte Politik“ vor.

„Wir haben jahrelang dafür gekämpft, dass dieses Gewerbegebiet entwickelt wird“, schloss sich SPD-Fraktionschef Karsten Koch seinem Vorredner an. Man müsse jetzt diesen langjährigen Entwicklungsprozess zu einem Abschluss bringen. „Wir wollen gute Perspektiven für unsere Stadt entwickeln“, sprach Koch für die SPD.

Das sah FWG-Fraktionsvorsitzender Gregor Stöppel genauso: „Wir brauchen den Beschluss, um in die Lage versetzt zu sein, möglichst schnell zu Ansiedlungen von Firmen zu kommen.“ „Wir haben jahrelang um das Gewerbegebiet gekämpft“, führte Karl-Heinz Przybylak für die FDP aus, „wir wollen Arbeitsplätze schaffen und Familien nach Beckum holen.“ Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann fasste die Mehrheitsmeinung in einem Satz zusammen: „Die Stadt braucht dieses Gebiet dringend, insbesondere für die Industrie im zentralen Bereich des Gewerbegebiets.“

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