Galloway-Kälbchen ziehen Blicke auf sich
Bild: Himmel
Dass den beiden Muttertieren das Fotoshooting nicht passte, zeigten sie recht deutlich, ohne jedoch Anstalten zum Angriff zu machen.
Bild: Himmel

 Gut bewacht von ihren Müttern genießen sie das sonnige Wetter unter blühenden Apfelbäumen. Kein Wunder, dass sich der Wirtschaftsweg zum Hohen Hagen, der direkt am Gehöft Tentrup vorbeiführt, zu einem Pilgerpfad entwickelt hat. Ganze Familien machen – mit gebührendem Abstand – bei den niedlichen Kälbern Pause, bevor es die Steigung zum Wald hinaufgeht.

Familie bittet um Rücksichtnahme

„Alle freuen sich beim Anblick der Tiere“, berichteten Christoph Tentrup-Beckstedde und seine Frau Jennifer Beckstedde im Gespräch mit der „Glocke“. Sorge bereitet den beiden allerdings, dass die Blüh- und Uferrandstreifen aus Unwissenheit von den Besuchern zertreten werden. Die seien zum Schutz der Tiere angelegt worden und dürften nicht zerstört werden, wünschen sich beide mehr Rücksichtname seitens der Spaziergänger.

Robuste Tiere

Die Haltung von Galloways ist seit 20 Jahren ein Hobby der Tentrups. Die mittelhohen, gelockten Rinder sind vierbeinige Landschaftspfleger, deren Ursprungsland der Südwesten Schottlands ist. Leider besitze man nicht genug Obstwiesenfläche, um dort eine ganze Herde zu halten, erklären Vater und Sohn. Ihre Tiere hätten noch nie einen Stall gesehen. Starkregen, Sturm und Schnee würden den Galloway-Rindern nämlich nichts ausmachen. Denn ihr doppelschichtiges Fell schütze sie optimal. „So benötigen sie lediglich einen Unterstand“, erklärte Christoph Tentrup. Im Winter würden die robusten Kühe noch zusätzlich mit Heu und Grassilage gefüttert. Galloways hätten ein ruhiges Temperament. Handzahm seien sie jedoch nicht. Dazu müsse man sich jeden Tag mit ihnen beschäftigen, berichtet Reinhard Tentrup aus Erfahrung.

Kinder helfen mit

Dass den beiden Muttertieren das anschließende Fotoshooting nicht passte, zeigten sie recht deutlich, ohne jedoch Anstalten zum Angriff zu machen. „Haltet Abstand von den Tieren“, rief unterdessen Christoph Tentrup seinem Sohn Max zu, der schon beim Markieren der Kälbchen in deren erster Lebenswoche mitgeholfen hatte. Die Fellzeichnung der beiden Galloway-Kälbchen nennt sich übrigens „Rigget“. Denn ein weißer Streifen läuft ihrem Rücken entlang.

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