Grodkówer Stadtpark trägt Beckums Namen
Bild: Clauser
An der neuen Bank in Grodkóws Beckum-Park: (vorne v. l.) Kleinert, die Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Marek Antoniewicz sowie Ortshistoriker Witold Szcesny mit (hinten v. l.) Erwin Sadlau, und den Bauknechten Holger Osteroth, Franz-Josef Möllers und Hubertus Lütke.
Bild: Clauser

Die Anreise nach Schlesien führte die von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann begleitete Gruppe am Freitagnachmittag zunächst nach Wroclaw (Breslau), von wo die Fahrt zum rund 50 Kilometer entfernten Zielort nach einer Stadtbesichtigung fortgesetzt wurde.

Grodkóws Bürgermeister Marek Antoniewicz hieß die zum größten Teil altbekannten Beckumer Freunde am Abend willkommen. Eine besondere Würdigung erfuhr die seit 17 Jahren bestehende Partnerschaft am Samstag. Der in Grodkóws Stadtmitte gelegene, 1913 eröffnete Jubiläumspark trägt ab sofort den Namen der deutschen Partnerstadt. Die Beckumer bedankten sich für die erwiesene Ehre auf ihre Weise und übergaben zwei hölzerne Sitzbänke mit Tisch, für deren Anfertigung die Bruderschaft der Bauknechte gesorgt hatte.

Des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen vor 75 Jahren und des dadurch entfachten Zweiten Weltkrieges gedachte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann am Sonntagmorgen, dem Vortag des 1. September, gemeinsam mit seinem Grodkówer Amtskollegen bei einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Stadt. Strothmann erinnerte in seiner Ansprache an die rund sechs Millionen Polen, die ihr Leben im Krieg verloren, und an die Folgen der Vertreibung sowohl für die deutschstämmigen Schlesier als auch für die Menschen aus dem früheren Ostpolen, die hierher zwangsumgesiedelt wurden.

„Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung“, mahnte Strothmann. Zu den Höhepunkten des Besuchs in Polen gehörte anschließend die Teilnahme am Erntedankfest, dessen Programm durch den Auftritt der Tanzformation von Olivia Huss, Anna Kappes und Victoria Rudeck bereichert wurde.

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