Grüne: Baustellen-Zeitplan straffen
Bild: Steinhoff
Schon wieder geschlossen ist der Graben, in dem das neue Hauptentwässerungsrohr unter dem Marktplatz verlegt wurde.
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Die Fraktion bittet in einem am Dienstag verbreiteten Schreiben um Prüfung, ob der erst für 2021 geplante Marktplatzumbau vergabe-, finanz- und ausführungstechnisch nicht bereits in diesem Jahr direkt nach der Kanalsanierung Ende Juli in einem „Guss“ erfolgen kann. Auf diese Weise könnten Synergieeffekte zur Kostenreduzierung, etwa durch nur einmaliges Aufreißen des Bodens, erzielt werden. Zudem würden die Einschränkungen für die Geschäftsleute am Markt nicht so lange andauern wie bisher vorgesehen. Dass die Grünen eigentlich insgesamt gegen den Marktplatzumbau seien, hatte Fraktionschefin Angelika Grüttner-Lütke am Vorabend im Verlauf der Ratssitzung noch einmal deutlich gemacht.

„Maßnahmenkatalog für Baustellenmarketing völlig überzogen“

In der Diskussion um öffentlichkeitswirksames Baustellenmarketing für das Großprojekt im Zentrum bezeichnete Grüttner-Lütke den vorgestellten Maßnahmenkatalog (die „Glocke“ berichtete) als „völlig überzogen“. Die veranschlagten 72 000 Euro halten die Grünen für viel zu teuer. Schließlich, so argumentierte Grüttner-Lütke, verfüge die Stadt über eine Pressestelle, die Informationen im Rahmen ihrer alltäglichen Arbeit verbreiten könnte.

CDU-Fraktionschef Markus Höner bezeichnete es dagegen als richtig, ein Konzept zu entwickeln, um die Bürger bei der Baumaßnahme mitzunehmen. In diesem Sinne äußerten sich auch Timo Przybylak (FDP) und Gregor Stöppel (FWG).

„Einzelne Punkte genau prüfen“

Karsten Koch als SPD-Fraktionsvorsitzender stellte das Vorhaben als solches zwar ebenfalls nicht grundsätzlich in Frage, forderte aber die genaue Prüfung einzelner Punkte. Schließlich handele es sich nicht um die Organisation einer „Personality-Show“, erklärte Koch, der davor warnte, „den Bogen zu überspannen.“

Uwe Denkert als Fachbereichsleiter für Stadtplanung hatte zu Beginn der Aussprache darauf hingewiesen, dass bei der vorgesehenen Buchung von Werbeplätzen alle lokalen Medienanbieter einbezogen werden sollen. Die Nennung lediglich eines Online-Portals in der Vorlage zur Sitzung hatte im Vorfeld der Sitzung zu einer kritischen Nachfrage der SPD-Fraktion an den Bürgermeister geführt.

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