Gutachter: Busbahnhof-Standort belassen
Diese Ausbauvariante am alten ZOB-Standort ist nach Ansicht der Gutachter aus verkehrlicher Sicht die bessere Lösung als ein Umzug zur Thüerstraße.

Sowohl Städteplaner Bernd Grüttner als auch Verkehrsexperte Richard Baumert legten dem Auschuss für Stadtentwicklung, Demografie, Umwelt- und Klimaschutz am Dienstagabend dar, dass die bahnhofsnahe Lösung unter verkehrlichen Gesichtspunkten der Variante Thüer-/Alleestraße vorzuziehen sei.

Das Problem an der Thüerstraße besteht vor allem darin, dass sich durch an- und abfahrende Busse sowie die Querung von Fußgängern an der Alleestraße zu Spitzenzeiten lange rückstaus vor dem künftigen Kreisverkehrsplatz am Marienpark bilden würden. Sowohl an den Einmündungen an der Vorhelmer- als auch an der Alleestraße müssten Signalanlagen installiert werden, um den reibungslosen Busverkehr zu gewährleisten. Auch die Fußgängerquerung benötigte eine Ampel, so dass der technische Aufwand relativ groß würde. Zudem bedürfte es des Ankaufs von Grundstücksflächen im östlichen Bereich der geplanten Rendezvous-Haltestelle. Insgesamt aber, so machte der Experte deutlich, funktioniert die Variente Thüerstraße. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Kreisverkehr gebaut wird.

Besser sieht es da am alten ZOB-Standort aus. Der müsste zwar erweitert und leicht verlagert werden, um die Schaffung des Kreisverkehrs an der Einmündung Oelder Straße zu ermöglichen. Grundsätzlich funktioniert diese Variante aber auch ohne Kreisel. Gedacht ist daran, die Rendezvous-Haltestelle Richtung Bahnhofsgebäude zu verlegen, wobei die ehemalige Gaststätte weichen müsste. Hinter dem Empfangsgebäude wäre genügend Platz für wartende Fahrzeuge. „Der ZOB macht aus unserer Sicht mehr Sinn am alten Standort“, fasste Baumert die Untersuchungsergebnisse zusammen.

Der Ausschuss nahm es so hin, Nachfragen gab es nach dem Vortrag keine mehr. Zumindest nicht in öffentlicher Sitzung. Im anschließenden nicht-öffentlichen Teil ging es um die Grundstücksfragen im Zusammenhang mit beiden Varianten. Die Ergebnisse werden nun in den Fraktionen beraten, bevor entschieden wird.

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