Gutachter: Nordring-Sperre kann bleiben
Die Einmündung des Nordrings in die Oelder Straße soll bis auf Weiteres für Autos unpassierbar bleiben.

Laut Verwaltungsvorschlag soll das Verfahren zur Einziehung des oberen Nordring-Teilstücks eingeleitet und die Sperrung bis zur endgültigen Entscheidung beibehalten werden. Beantragt worden ist die Maßnahme von der Firma Beumer, die die Straßenfläche gerne mit einem neuen Verwaltungsgebäude überbauen möchte.

Um die Auswirkungen einer dauerhaften Sperrung des Nordrings zu erkunden, hatte der Ausschuss eine Abbindung zu Testzwecken ab Ende Januar beschlossen. Nachdem eine Verkehrszählung im Umfeld bereits im September 2011 erfolgt war, untersuchten Fachleute die Fahrzeugströme am 14. Februar erneut.

 Es ergab sich, dass die deutlichste Verkehrszunahme auf der Westfälischen Straße zu verzeichnen ist. Im achtstündigen Erhebungszeitraum stieg die Verkehrsbelastung um 129 Prozent, in der einstündigen NachmittagsSpitze sogar um gut 155 Prozent gegenüber den September-Werten. Insgesamt wurden 920 Fahrzeuge am Tag gezählt. Auf der parallel verlaufenden Gartenstraße lag die Mehrbelastung am gesamten Tag bei 49 Prozent, in der Nachmittagsspitze jedoch bei gut 37 Prozent niedriger. Dort wurden 830 Fahrzeuge pro Tag registriert.

Trotz der prozentual relativ hohen Zunahme an Fahrzeugverkehr werden die Kennzahlen für innerstädtische Wohnstraßen (4000 Fahrzeuge pro Tag) beziehungsweise Wohnwege (1500 Fahrzeuge pro Tag) aus den „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen“ deutlich unterschritten. Daraus folgern die Gutachter, dass die Sperrung des Nordrings aus verkehrlicher Sicht unbedenklich ist und die umliegenden Straßen den Verkehr aufnehmen können.

Nach Protesten der Anwohner hinsichtlich der gefahrenen Geschwindigkeiten in der Tempo-30-Zone wurde der fließende Verkehr auf der Westfälischen- und der Gartenstraße überwacht. Die Ergebnisse sollen in der Dienstag-Sitzung des Fachausschusses vorgestellt werden, die um 17 Uhr im Rathaus Neubeckum beginnt.

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