Gute Musik ist ein Erfolgsgarant
Bild: O'Sullivan
Nicht nur die legendäre „Gewitter-Oma“ war Thema in den blumigen und vor allem witzigen Texten von „Kapelle Petra“ aus Hamm. Ob im Sportdress oder als Baum verkleidet, die Jungs machten eine gute Figur.
Bild: O'Sullivan

„Beeil Dich, die spielen schon“, ruft Jana. Die Beckumerin begrüßt ihre Freunde, die vor der Bühne auf sie warten. Dort spielen „Mojo Jazz Mob“, und einige Leute unter den vielen Fans tanzen schon in der Menge. Der Vortag des POA war bereits sehr erfolgreich. Neben „Zodiac“ spielten die „Herbpirates“, „Dagobert Fuck“, „Polaris“, „Tuphead“ und „Rocketchief“. Höhepunkt war das Konzert von „Rabenschrey“, die mit deutschem Mittelalterrock und Pyrotechnik aufwarteten.

Im Anschluss entscheidet Jana, ihre Freunde im Backstagebereich zu besuchen. „Kannst Du mir eben beim Schminken helfen?“ André Rasfeldt, Musiker bei „Hemesath“ drückt dem dunkelhaarigen Mädchen einen Kajalstift in die Hand. Solche Situationen sind auf einem Festival nicht ungewöhnlich.

„Das Feeling auf einem Festival ist immer toll, ich bin nicht in erster Linie wegen der Musik hier“, erklärt die 23-Jährige mit Nachdruck. „Vor allem hier in Beckum ist es familiär. Man trifft Freunde, aber auch neue Leute, wie jetzt. Da helfe ich dann auch gern mal“, sagt sie und schmunzelt.

Dass die Festivalbesucher Spaß haben und hinter den Kulissen alles reibungslos läuft, dafür sorgen Miriam Funk und ihre etwa 20 Kollegen vom „Phoenix Open Air“. Der gemeinnützige und kulturtragende Verein organisiert das Festival zum vierten Mal. Neben den Bands kümmern sich die Organisatoren um Getränke, T-Shirts, Technik, Camping, Sanitäranlagen und Genehmigungen. „Ohne unsere Helfer würde das gar nicht klappen“, stellt Miriam Funk fest. „Wir finanzieren uns durch Unterstützer wie die Sparkasse und die Stadt Beckum. Das DRK ist auch immer da, und der Verein Musikkultur aus Liesborn hilft bei allen anfallenden Festivaltätigkeiten.“

Jana und ihre Freunde sitzen mittlerweile auf dem Campingplatz zusammen. Das Programm ist straff, denn die Freunde wollen noch „Mindreader“ sehen, und danach spielen schon „Lost Youth“, die ihr einziges Konzert in diesem Jahr auf dem POA geben. Auch auf „Bloodwork“ und „Kapelle Petra“ freuen sie sich. Das Fazit des Festivals fällt für Jana Bollenkamp klar aus. „Ich komme nächstes Jahr wieder.“

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