Härtetest Straßenreinigung bestanden
Vorne der Unimog mit Besen, hinten die neue Kehrmaschine: Mit geballter technischer Kraft rückten die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe den Karnevals-Resten zuleibe.

Zum ersten Mal musste das Team jetzt sozusagen unter Ausnahmebedingungen ran. Rund acht Kubikmeter Kehricht plus einiges an sperrigem Abfall galt es an Rosenmontag und Klingeldienstag kurzfristig aus dem Stadtbild zu beseitigen.

Eine Aufgabe, die ein vierköpfiges Team unter Leitung von Viktor Merkel bereits direkt nach dem letzten Umlauf des Karnevalszuges in Angriff nahm. Für Merkel ist die Herausforderung nicht neu: Bevor er in die Dienste der Städtischen Betriebe eintrat, war er als Mitarbeiter der ehemals mit der Straßenreinigung betrauten Firma Tappe tätig. „Ein Glücksfall für uns“, beschreibt Erich Fahrin den Umstand, dass man auf die Erfahrung des Kollegen zurückgreifen kann.

Und natürlich auf geballte technische Kraft. Eine Sechs- und eine Ein-Kubikmeter-Kehrmaschine können eingesetzt werden, um der Bonbon-, Konfetti- und Glasreste Herr zu werden. Insgesamt, so bilanzierte Fahrin, fand sich deutlich weniger Dreck auf den Inenstadtstraßen als noch im Vorjahr. Das könnte mit dem Einsatz von 80 zusätzlichen Mülltonnen zusammenhängen, die man sich unbürokratisch von der Stadt Soest ausgeliehen hat.

Unterwegs war der Beckumer Reinigungstrupp am Montag von 14.30 bis 19 Uhr, Klingeldienstag von 6 bis 10 Uhr und Aschermittwoch noch einmal von 6 bis 8 Uhr. Danach sind nur noch Restarbeiten zu erledigen wie die Entfernung besonders klebriger Süßigkeitenrückstände oder die Säuberung von Grünanlagen oder Baumscheiben. Am Freitag, zeigt sich Erich Fahrin zuversichtlich, sollte die Stadt wieder aussehen wie gewohnt.

 Dann finden die Bauhof-Mitarbeiter Dank milderer Temperaturen vielleicht auch mal Gelegenheit zum Ausspannen. Denn in der Nacht zum Rosenmontag musste das Team auch einen Winterdienst-Einsatz stemmen. Außerdem steuerten Bauhof-Kollegen zwei Karnevalswagen durch die Menge.

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