Halbe Million Euro für Jubiläums-Manager
800 Jahre Beckum: In dieser Urkunde Bischof Dietrichs von 1224 wird “Bekehem“ erstmals als münsterländische Stadt erwähnt.

Denn angesichts von neun zu acht Stimmen gab am Ende das Votum von Bürgermeister Michael Gerdhenrich den Ausschlag zugunsten des Verwaltungsvorschlags. SPD und Grüne sprachen sich für das vorgeschlagene Vorgehen, CDU, FWG und FDP dagegen aus.

Fachbereichsleiterin Cornelia Baumann hatte einleitend die Bedeutung und die Dimension der beiden Großereignisse für die Stadt betont. Als Impulsgeber für die lokale Wirtschaft und im Sinne einer positiven Außenwirkung seien die ganzjährig angelegte Jubiläumsfeierlichkeiten und der Hansetag eminent wichtig. Zur Planung bedürfe es einer Person, die einen ersten Aufschlag macht, erklärte Baumann. Sie machte deutlich, dass die Konzeption und die  Begleitung des Vorhabens nicht mit Bordmitteln der Verwaltung zu leisten sei. 130000 Euro jährlich veranschlagte sie als Mittelbedarf für eine geeignete Kraft plus Bereitstellung von deren Arbeitsplatz.

Der Argumentation folgten Dr. Rudolf Grothues (SPD) und Nadhira de Silva. Beide unterstrichen, dass es an der Zeit sei, in die Konzeption für das Jubiläumsjahr einzusteigen und dass die Mittel für die Mangagementstelle gut investiertes Geld seien.

Anders die Union. Fraktionschef Markus Höner forderte, zunächst einen Rahmen und vor allem ein Budget für die Feierlichkeiten festzulegen. Über die Beschäftigung einer Kraft zur Koordinierung könne im Rahmen der Stellenplanung entschieden werden, die im Zuge der Haushaltsberatungen ab kommender Woche   ja ohnehin auf dem politischen  Programm stehe. Resi Gerwing (CDU) ergänzte, dass die Aufwendung einer halben Million Euro das gänzlich falsche Zeichen angesichts der desolaten finanziellen Lage sowohl der Kommune als auch vieler Bürger sei. Christoph Pundt (CDU) kritisierte die unzureichnede Entscheidungsvorlage der Stadt.

Für die FWG erklärte Gregor Stöppel, dass  insbesondere die gewünschte Einbindung vieler lokaler Akteure nahelege, eine Person aus der Verwaltung mit der Planung zu betrauen und nicht auf eine externe Kraft zu setzen. Wie sein Fraktionssprecher-Kollege Timo Przybylak (FDP) lehnte Stöppel es ab, die Mittel zu diesem Zeitpunkt freizugeben.

Sprecher aller Fraktionen legten im Verlauf der Debatte Wert auf die Feststellung, dass sie den Wunsch nach einem angemessenen und denkwürdigen Jubiläumsprogramm mit breiter Bürgerbeteiligung teilen.   

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