Heimatverein dreht eine Ehrenrunde
Bild: Biefang
Start frei: Bei der Vorbereitung auf den Rosenmontagszug hatten (vorne) Stefan Wittenbrink und Eva Hübscher sowie (hinten v. l.) Heinz Steffens und Jörg Zolthoff Spaß.
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Dass der Heimat- und Geschichtsverein in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, ist Grund genug, eine Ehrenrunde zu drehen. Dafür haben sich die Mitglieder ordentlich ins Zeug gelegt. Und damit sind wir auch schon bei einer Besonderheit: In alter Tracht werden alle Beteiligten die Blicke auf sich ziehen. Und das mit einem bekannten Lied auf den Lippen. Die Münsterschen Bänkelsänger „Flör und Kösters“ geben den Ton an. Nur so viel sei verraten: Es geht um den Püttbrunnen.

Optisch sticht ein Plakat ins Auge, das auf das außergewöhnliche Jubiläum hinweist. Und nicht zu vergessen die prachtvolle Silhouette auf dem Wagen. Die zeigt, wo der Heimatverein Domizile hat: in der Mühle am Höxberg, im Zementmuseum, im Stadtmuseum, im Dormitorium und im Wehrturm. Das alles in knalligen Farben und mit viel Liebe gefertigt. Heinz Steffens hat die Sägearbeiten übernommen, Eva Hübscher hat zum Pinsel gegriffen. In aller Ruhe hat sie zu Hause im Wohnzimmer manch eine Stunde vor den Beckumer Wahrzeichen verbracht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Auf dem Wagen selbst darf aus Sicherheitsgründen allerdings kein Heimatfreund mitfahren. Die Fußgruppe wird das kleine Schmuckstück flankieren. Gezogen wird dieses von einem historischen Traktor, ein Schlüter aus dem Jahr 1954. Und wer sitzt am Steuer? Keine Frage, der Vorstand hat im Jubiläumsjahr das Steuer in der Hand. Vorsitzender Stefan Wittenbrink und sein Stellvertreter Gerd Sprenker tuckern mit dem grauen Gefährt durch die Püttstadt. Stefan Wittenbrink kommt ins Schwärmen, wenn er nur an das „Klangerlebnis“ beim Anlassen denkt. „Eigentlich war ja mein eigener Traktor eingeplant“, sagt er schmunzelnd. Doch der ist nicht für die Straße zugelassen. Mit dem Wagen gab es dagegen bei der Abnahme durch die Dachgesellschaft keine Probleme. Ein Hingucker sind die VW-Käfer-Felgen des Anhängers. Doch die meisten Narren werden wohl in die Höhe schauen und die Silhouette bewundern.

Programm zum Jubiläum

Eigentlich war es ja nur eine flotte Idee. Man habe einfach rumgesponnen, was man zum Jubiläum des Heimat- und Geschichtsvereins Beckum machen könnte, verrät das Team um den Vorsitzenden Stefan Wittenbrink. Dass es schließlich ein eigener Karnevalswagen geworden ist, kann schon als närrische Überraschung bezeichnet werden. Der Heimatverein stimmt mit ein: „Rumskedi, Helau!“. Einen gelungenen Auftakt in das Jubiläumsjahr hat es schon mit den Aktionen „100 Jahre – 100 Blumen“ und „100 Jahre – 100 Bäume“ gegeben. Gleich mehrere Veranstaltungen sollen noch folgen. Am 13. März etwa findet die Mitgliederversammlung ab 19 Uhr im Dormitorium statt. Ein Theaterstück unter dem Titel „Maikäfer flog – Das Kriegsende vor 75 Jahren in Beckum“ wird am 3. und 4. April im Stadttheater aufgeführt. Es folgen Tage der offenen Tür, Film- und Fotoschauen und die Festveranstaltung am 26. September.

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