Höhenflug trotz Zinstief
Sichtlich zufrieden präsentieren die Vorstände der Volksbank Beckum-Lippstadt, Stefan Hoffmann (l.) und Jörg Deutschmann, die Eckdaten der Geschäftsbilanz 2018.

 Erneut sei die Geschäftsentwicklung höchst dynamisch gewesen, erklärten die Vorstände. Das drücke sich in den Kundenforderungen aus, die um 110 Millionen Euro auf 1,41 Milliarden Euro gestiegen seien. Im Kreditgeschäft verzeichnete die Bank eine Trendwende, die sich bereits im Vorjahr angedeutet hatte: Der erreichte Zuwachs verteilt sich zu 70 Prozent auf Privat- und zu 30 Prozent auf Geschäftskunden. Insbesondere die ungebrochene Nachfrage nach Wohnimmobilien-Finanzierungen machte sich hier bemerkbar.

Kursrückgänge beim Wertpapiergeschäft

 Das Kundengesamtvolumen kletterte nach Hoffmanns Worten um 166,3 Millionen Euro oder 4,5 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. „Dass der Anstieg nicht höher ausgefallen ist und die zunächst angepeilten vier Milliarden verfehlt wurden, habe an der Entwicklung im Wertpapiergeschäft am Jahresende gelegen. Hier gab es starke Kursrückgänge. Trost für betroffene Anleger: Die Verluste sind im ersten Quartal des laufenden Jahres beinahe schon wieder ausgeglichen. Der vorläufige Geschäftsbericht weist eine Bilanzsumme von 1,92 Milliarden Euro aus. Das sind 119,9 Millionen oder 6,7 Prozent mehr als im vorangehenden Geschäftsjahr.

Sicherheit geht für Anleger vor

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase legten die Kundeneinlagen um 3,6 Prozent oder 43,7 Millionen Euro auf 1,25 Milliarden Euro zu. Damit hatten die Vorstände nicht unbedingt gerechnet. Ihre Erkenntnis: Sicherheit geht für die meisten Anleger deutlich vor, die Neigung zu risikoreicheren Investments ist nicht besonders ausgeprägt. Die positive Gesamtentwicklung ermöglicht es der Bank laut Vorstand, knapp elf Millionen Euro dem Eigenkapital des Hauses zuzuführen. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt nach den Worten des Vorstandschefs fünf Millionen Euro und steigerte sich damit leicht im Vergleich zu 2017.

Erfreuliche Dividende

Die Anteilseigner dürfen sich erneut auf eine Dividende von fünf Prozent freuen. Dafür wendet die Volksbank Beckum-Lippstadt 1,2 Millionen Euro auf – sofern die Vertreterversammlung am 28. Mai wie erwartet dem Vorschlag des Vorstands folgt. Für das laufende Jahr erwarten die Vorstände eine leichte Abschwächung der Dynamik. Ihr Ziel ist es, das gute Ergebnis zu halten.

Filialen bleiben erhalten

Mit der erreichten Effizienz zeigten sich die Volksbank-Vorstände Stefan Hoffmann und Jörg Deutschmann zufrieden. Die Aufwand-Ertrags-Relation liege bei 63 Prozent. Das heißt: 63 Cent gibt die Bank aus, um einen Euro zu erwirtschaften. Hoffmann setzt darauf, einen Wert von 60 Prozent zu erreichen. Ein klares Bekenntnis legten die Vorstände zur Präsenz der Volksbank in der Fläche ab. Alle 18 Filialen im Geschäftsgebiet bleiben erhalten, die Niederlassung in Lipperode soll im Laufe des Jahres umgebaut werden. Im zurückliegenden Jahr sind von der Volksbank 410 000 Euro aufgewendet worden, um öffentliche Einrichtungen und ehrenamtliches Engagement im Geschäftsgebiet zu fördern. Für 2019 kündigten Hoffmann und Deutschmann den Ausbau der digitalen Services der Bank an.

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