Hungertücher in Ausstellung zu sehen
Spiel mit dem Licht: Im Altarraum der St.-Joseph-Kirche in Neubeckum hängt ein Misereor-Hungertuch. Auf die Eröffnung der Ausstellung am Sonntag freuen sich (v. l.) Pfarrer Günther Falkenberg, Monika Scharf, Monika Moser, Mechthild Schulte, Birgitta Grotenhoff, Alfons Barkey und Ursula Heiringhoff. Zu zu den Organisatoren aus dem Liturgieausschuss der Kirchengemeinde St. Franziskus gehört auch Antje Meczynski.

Am ersten Fastensonntag, 18. Februar, findet diese ab 18 Uhr statt. Aufwändig gestaltete Hungertücher werden bis Ostern in der St.-Joseph-Kirche präsentiert. Das Thema passt perfekt in die Fastenzeit: Seit mehr als 30 Jahren sind die Misereor-Hungertücher zentraler Bestandteil der Fastenaktionen. Alle zwei Jahre wird ein neues gestaltet, übergreifendes Thema aller Exemplare ist „Menschenwürdiges Leben für Alle“. Die gezeigten Hungertücher sind von unterschiedlichen Künstlern und in verschiedenen Ländern hergestellt. Die Künstler haben sich mit diversen Aspekten eines menschenwürdigen Lebens beschäftigt. Themen sind zum Beispiel „Barmherzigkeit und Gerechtigkeit“, „Gottes Schöpfung bewahren“, „Wieviel Brot habt ihr?“ oder „Brot und Rosen“. Immer geht es darum, die Schöpfung so zu verstehen, dass alle Menschen einen gerechten Anteil erhalten.

Die ursprüngliche Bedeutung von Hungertüchern erläuterte Pastoralreferentin Birgitta Grotenhoff im Gespräch mit der „Glocke“. „Ein weißes Tuch vor dem Altar führt zum Fasten der Augen“, erläuterte sie. Demnach sollen die Gläubigen durch das Verhüllen der Altäre zur Anteilnahme am Leiden Christi herangeführt werden. In der Ausstellung haben die textilen Kunstwerke noch eine weitere Botschaft: Sie sollen auf Länder in Not aufmerksam machen und andere Welten aufzeigen, betont Birgitta Grotenhoff. „Es ist wichtig, nicht nur um sich selbst zu kreisen“, erklärt sie. Die Gottesdienste in der St.-Joseph-Kirche werden an den Fastensonntagen immer ein Hungertuch zum Thema haben.

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