Im Schleudergang durch Deutschland
Bild: Reinkemeier
Ständiger Begleiter: Ludger Bücker zog seine Waschmaschine 1200 Kilometer durch Deutschland. Auf seiner Reise erlebte er viele Geschichten, die er nun in einem Buch veröffentlicht hat.
Bild: Reinkemeier

„Micaela Miele“. So heißt sie, die Wegbegleiterin von Ludger Bücker. Vor drei Jahren entschied der heute 50-jährige Krankenpfleger: „Ich will Deutschland und die Menschen kennenlernen“. Zuvor war er oft nur im Auslandsurlaub. Deutsche Städte gehörten kaum zu seinen Zielen. Dann fiel ihm das Buch das englischen Schriftstellers „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ in die Hände.

Die aus einer Wette resultierende Tour mit dem Kühlschrank rund um Irland inspirierte den Herzfelder. Auf dem Schrottplatz fand er die alte Waschmaschine, baute mit Freunden Motor und Gewichte aus, entwickelte mit Hilfe einer Sackkarre eine Schiebe-Vorrichtung und zog im September 2012 vom Bodensee in Richtung Herzfeld los.

1200 Kilometer und 38 Tage später kam er erschöpft aber glücklich wieder in der Heimat an. „Mein Ziel war es, das eigene Leben und den Alltag zu entschleunigen. Und das ist mir gelungen“, sagt er zurückblickend. Auf der Tour traf er viele Menschen, kam mit ihnen ins Gespräch. „Das hätte ohne Waschmaschine nicht geklappt. Die war jedes Mal der Türöffner“, verrät er.

Am Montag ist sein Buch „Mit der Waschmaschine durch Deutschland“ (Goldmann-Verlag) erschienen. Weitere Touren sind bereits geplant.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 20. Januar, in der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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