In der Kita piept es wohl: Küken zu Gast
Bild: Biefang
Aufgeregt kümmerten sich die Kinder des Zwergenhauses in Beckum um ihre kuscheligen Gäste. Mit Hilfe einer Brutmaschine haben zwölf Küken das Licht der Welt erblickt.
Bild: Biefang

Schon wenige Stunden nach deren Geburt haben die Kinder ihre außergewöhnlichen Haustiere ins Herz geschlossen. Drei Wochen hat die ganze Einrichtung gespannt auf den großen Tag gewartet. Geduldig hat Mira einen Haken nach dem anderen auf dem Kalender an der Tür gemacht. Dann regte sich plötzlich etwas in den Eiern, die Schale brach und ein süßes kleines Knäuel erblickte das Licht der Welt. Für die Kinder ein besonderer Moment. „Das war spannend“, blickt Mira zurück. Und ganz genauso, wie es in ihrem Buch „Das Eiwunder“ beschrieben worden ist.

Mittlerweile hat die Brutmaschine ganze Arbeit geleistet. Zwölf Küken tollen vergnügt in einem grünen Planschbecken. Dort bleiben sie allerdings nur für zehn Minuten, ehe sie zurück in einen Karton unter die Wärmlampe kommen. Bis dahin kommen sie in den Genuss einer ausgiebigen Kuschelauszeit.

Liebevoll streicheln ihnen die Kinder über das Fell und setzen sie behutsam wieder ab. Das hat auch einen pädagogischen Wert, wie das Team um Gruppenleiterin Sibylle Strangfeld weiß. Schließlich lernen die Kleinen, Verantwortung zu übernehmen und behutsam mit den hilflosen, zutraulichen Lebewesen umzugehen. Außerdem haben die Mitarbeiter eine interessante Veränderung bemerkt, seit die Küken im Zwergenhaus eingezogen sind: Die Kinder sind ruhiger geworden.

Mucksmäuschenstill war es auch bei den Vorbereitungen. Fasziniert verfolgten die Kinder, wie die Eier bei exakt 38,3 Grad in der Brutmaschine verwahrt wurden. Am zehnten und am vierzehnten Tag stand das Schieren, das Durchleuchten der Eier, an. Und dann ging alles plötzlich ganz schnell – und das Piepen war aus den Kellerräumen zu hören.

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