Jugendstrafen für fünf Angeklagte
Zu Jugendstrafen wegen schwerer Körperverletzung wurden fünf Angeklagte verurteilt.

Die fünf als Täter Ermittelten im Alter von 15 bis 18 Jahren waren an einer tätlichen Auseinadersetzung am 14. Januar gegen 21 Uhr auf dem Schulhof des Kopernikus-Aufbaugymnasiums beteiligt, die einen brutalen Verlauf nahm. Die Hauptverhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Nach den Angaben des im Vorfeld zur Gerichtsverhandlung ermittelnden Kriminalkommissariats hatten sich etwa 40 Jugendliche getroffen, um den Abend zu verbringen. Unter ihnen waren das spätere Opfer und die fünf Jugendlichen. Zwischen dem Geschädigten und einem von ihnen entstand eine zunächst verbale Auseinandersetzung. Wie es scheint, um eine Nichtigkeit. Wohl auch unter dem Einfluss von Alkohol eskalierte der Streit zwischen den beiden. Das Opfer wurde in den „Schwitzkasten“ genommen und die anderen Beteiligten schlugen auf ihn ein.

Einer der Fünf ging besonders brutal vor, indem er weiter auf den Kopf des inzwischen bewusstlos am Boden Liegenden eintrat. Umstehenden gelang es schließlich, diese brutale Schlägerei zu beenden und einen Rettungswagen zu alarmieren. So die damalige Pressemitteilung der Kriminalpolizei. Die Verletzungen des 19-jährigen Opfers waren so schwer, dass er mehrere Tage lang medizinisch in der St.-Barbara-Klinik in Hamm-Heessen betreut werden musste.

Das Gericht verhängte eine Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten für einen der Jugendlichen. Der Zweite wurde mit zwei Jahren und neun Monaten bestraft. Das Strafmaß für den Dritten betrug zwei Jahre. Über eine Aussetzung seiner Strafe auf Bewährung wird im Verlauf der nächsten neun Monate entschieden.

Die übrigen beiden Angeklagten kamen mit einem Dauerarrest von einer Woche davon. Die Urteile für die drei Letztgenannten waren mit Auflagen verbunden. Darunter das Verbot von Alkoholgenuss innerhalb eines Jahres und das Ableisten von Sozialstunden.

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