KFD Liebfrauen 40 Jahre närrisch aktiv
40 Jahre KFD -Karneval: Da durfte ein Gastspiel von „Abba“ als Ausdruck des damaligen Zeitgeists bei der Playback-Show nicht fehlen.

Das passende Lied fehlte nicht: „Schön, hier beim Karneval zu sein“. Die zum Teil kostümierten Närrinnen und Narren stimmten aus voller Kehle gemeinsam ein. Ein Auftakt nach Maß, nachdem man sich erst einmal bei Kaffee und Kuchen für das weitere Programm gestärkt hatte.

Das eröffneten einige erwartungsvolle Damen. Auf der Schönheitsfarm sammelten sie bio-dynamische Naturerfahrung mit dann doch etwas zweifelhaftem Erfolg. Der Nachtwächter von Sankt Stephanus und sein Hund führten in die Problematik um die Platanen auf dem Marktplatz ein. Wieder einmal eine maßgeschneiderte Rolle für Propst Irmgedruth, der immer mehr in die Rolle von Beckums bestem Büttenredner hineinwächst. „So ändern sich die Zeiten“, musste das närrische Publikum feststellen und sich fragen, ob angesichts der Bio-Welle auch die Märchen umgeschrieben werden müssen. Oder ob es nicht einfach zu riskant ist, telefonisch eine Pizza zu bestellen, weil alle privaten Daten im Internet erfassbar sind. Und auch die ehrwürdige Mutter Kirche könnte ihr Gesicht wandeln, wenn die Gläubigen den Empfehlungen einer Modenschau folgen, wie es das KFD-Team demonstrierte.

Nach jahrzehntelanger Bühnenpräsenz ritten die „Ladykracher“ in den Saal und zeigten ihre „Spanische Hofreitschule“. Schade: Sie verkündeten, nach dieser Session nicht mehr auftreten zu wollen. Eine Hymne auf Beckum und den Beckumer Karneval sangen „Die Waschweiber“. Und musikalisch blieb es auch, als zwei Musikclowns versuchten, ein Violin-Duett zu Gehör zu bringen. Was natürlich zur allgemeinen Gaudi misslang. Nach dem Auftritt des Kinderballetts der KG Sonne zeigten vier ältere Damen, dass der Spruch „Trau keinem über….!“ tiefe Wahrheit enthält.

Oma stellte sich so dumm beim Kauf eines Computers, bis der verzweifelte Verkäufer ihr das Gerät schenkte. Und zwei Damen fortgeschrittenen Alters gelang es mit wenig Mühe, von einem Bankangestellten ihr eingezahltes Geld sofort wieder zurück zu erhalten. Eine Playbackshow, die Erinnerungen an vergangene Schlagerzeiten weckte, beschloss das Programm, bevor Prinz Egbert I. und sein Gefolge in den Saal einzogen. Da wurde es noch einmal musikalisch mit dem Mottolied des Nachmittags und dem Sessionslied des Stadt-Elferrats.

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