KGN entlässt 117 Abiturienten ins Leben
117 Abiturientinnen und Abiturienten des Doppeljahrgangs 2013 erhielten am Samstag in der Sporthalle des Kopernikus-Gymnasiums ihre Zeugnisse.

„Schiff Ahoi!“ - keineswegs als ein Haufen Schiffbrüchiger verließ die Abiturientia 2013 ihre „Kopernikus“, sondern als eine Gemeinschaft mit erhobenen Häuptern. „Endlich sind wir da, wo wir hinwollten“, erklärte ihr Sprecher Björn Gailus in der Rede zum Abschied, die er zusammen mit Josephine Botsch hielt.

Wie die Seefahrt bisher aussah, beschrieben die beiden Beratungslehrer Klarissa Keuper und Markus Prinze mit zahlreichen Anspielungen auf Ereignisse im Verlauf des Schullebens. „Wohin der Weg euch treiben wird, niemand weiß es“, gaben sie den jungen Leuten mit auf den Weg, „aber wir hoffen, euch für alle Wetterlagen gerüstet zu haben.“

Ähnliche gute Wünsche und Mahnungen gab es in den Glückwünschen der übrigen Gratulanten. Elke Neugebauer als Vorsitzende der Schulpflegschaft wünschte „allzeit viel Wasser unter dem Kiel“. Gabi Laufmöller, Vorsitzende des Fördervereins, ermutigte die Abiturienten, ihre Möglichkeiten zu erkennen und weiter zu entwickeln. Johanna Röschinger als Vertreterin der Schülerschaft forderte ihre ehemaligen Mitschüler auf, sich mit ihren vielfältigen Persönlichkeiten in die Gemeinschaft aller einzubringen.

Für den musikalischen Teil des Festakts sorgten Roland Wick und Hans-Jörg Wever mit Mitgliedern des Schulorchesters, der Chöre und des VP/IP-Kurses. Mit den Titeln „We are all in this together“ und „Start of something New“ aus dem Highschool Musical, „Una Mattina“ und „Tage wie diese“ war diese musikalische Untermalung passgenau auf den Morgen eines Tages wie diesem zugeschnitten, an dem man zusammen den Weg in einen neuen Lebensabschnitt antrat.

Hauptredner des Vormittags waren Schulleiterin Birgit Nabbe und Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann. Birgit Nabbe erinnerte daran, dass mit der Abiturientia 2013 ein ungewöhnlicher Jahrgang verabschiedet wird, der als Doppeljahrgang die Abiturprüfungen ablegte. Damit gehe die über hundertjährige Ära der Schulform Gymnasium mit neun Schuljahren in NRW zu Ende. Befürchtungen, die Verkürzung der Schulzeit auf acht Jahre würde sich als zu problematisch erweisen, bewertete sie als unbegründet. Sie wies allerdings darauf hin, dass der Umstellungsprozess noch nicht ganz abgeschlossen sei, da immer noch einige Lehrplanvorgaben nicht ganz zufriedenstellend gelöst seien. Ihren ehemaligen Schülern gab sie drei Sprüche mit auf den Weg, die die Eigenschaften Ausdauer, Zuversicht und Geduld als Mittel preisen, Probleme des Lebens zu bewältigen.

Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann stellte den Begriff der Freiheit, in die die Abiturientia nun entlassen werde, in den Mittelpunkt seines Grußworts. Freiheit sei an Voraussetzungen und Bindungen geknüpft, stellte er klar. Ohne Bindung führe sie zur Haltlosigkeit, ohne Ordnung zum Chaos und ohne Rücksicht auf andere in die Einsamkeit. Sie erweise sich im Wesentlichen als Wahlfreiheit, in deren Rahmen man seine persönlichen Entschei-dungen treffen könne. Die Schule habe ihre Absolventen auf diese Freiheit, im Sinne des Gemeinwohls zu handeln, vorbereitet. Er wünschte den ehemaligen Schülern den Mut zu solcher Freiheit. „Wir zählen auf Sie, dass Sie ihren Betrag dazu leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen.“

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