„Kaplan“ mischt närrischen Rat auf
Ein Beckum-Schild mit Bürgermeister-Konterfei hielt Landrat Dr. Olaf Gericke für seine Gastgeber in der Püttstadt als Präsent bereit.

Ganz gleich, ob er himmlische Gnade für „Schalke 04, den Verein der Masochisten“, für Propst Mecking, den Beseitiger des „Liebfrauen-Golgatha“ oder für die „CDU-Neinsager“ im Rat erflehte.

Auch Landrat Olaf Gericke bekam sein Fett weg und wurde mit der Gründung der freien närrischen Republik Beckum für den Fall bedroht, dass er den Weg für die Wiedereinführung des BE-Kennzeichens blockiere. Dr. Olaf Gericke hatte dieses Thema nach den Willkommensworten von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann zuvor ebenfalls zum Thema seines närrischen Grußes gemacht. Wohin, so der Tenor seiner launigen und vor allem von Anschauungsbeispielen begleiteten Rede, käme der Kreis, wenn bald jeder Ort ein eigenes Kennzeichen reklamiere.

 Nicht nur Dachgesellschaftspräsident Wolfgang Krogmeier machte dem Landrat klar, dass man auf VEL für Vellern und UNT für Unterberg zur Not verzichten könne, nicht jedoch auf BE. Nachdem Stadtprinz Thomas I. eine eher ernste Dankesrede an die engagierten Karnevalisten gerichtet hatte, blieb es FDP-Fraktionschefin Elisabeth Wieschebrink überlassen, den schlechten Zustand ihrer Partei mit der „Boygroup“ an der Spitze zu kommentieren. Christoph Pundt als Redner der CDU nahm seine Zuhörer mit auf eine Klausurtagung seiner Fraktion unter Leitung des schwarzen Lords Werner „Darth Vader“ Knepper.

Als zwei auf dem Höxberg-Turm festsitzende Touristinnen warfen Jutta Linnemann und Karin Burtzlaff für die Fraktion der Grünen einen langen und manchmal etwas anzüglichen Blick auf Beckum und seine Akteure. Als Gespann „Koch und Kellner“ traten Gregor Stöppel und Karsten Koch vor die Narrenschar, wobei letzterer, anders als sein Name vermuten lässt, die Kellnerrolle übernahm. Sie lästerten in der imaginären Ratsklause über die Saal-Reservierungen der der Politprominenz unmd über geeignete Menüs.

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