Ketteler-Grundschule schließt Pforten
Abschiedsbild mit Schultüten: Die letzten 23 Viertklässler verlassen die Ketteler-Grundschule.

Rektor Johannes Wexler, der die Ketteler-Grundschule genau zehn Jahre lang geleitet hat, erinnerte sich: „Als ich hier anfing, wurden 288 Kinder in zwölf Klassen unterrichtet. Seinerzeit habe ich natürlich nicht mit einer späteren Auflösung gerechnet.“

 Das letzte Schuljahr verbrachten die einzig verbliebene Klasse der Grundschule und ihre drei Lehrer unter nicht immer  einfachen Umständen. Die Bauarbeiten im eigenen Schulhaus und in der benachbarten Hauptschule machten Improvisationen nötig, führten zu einsamen Phasen auf der Großbaustelle ebenso wie teilweise zu einem hautnahen Miteinander mit den Hauptschülern. Keine schlechte Vorübung für das spätere Schulleben, wie Schulleiter Wexler rückblickend findet. Denn der Umgang mit älteren Mitschülern konnte von den künftigen Fünftklässlern so schon einmal eingeübt werden.

Auch dass das Grundschulgebäude in der Schlussphase mit Blick auf seine künftige Bestimmung noch einmal saniert wurde, findet Johannes Wexler durchaus positiv. Er selbst hatte es zum Ende seiner Beckumer Tätigkeit mit gleich drei Arbeitsstellen zu tun: Neben seinen Verpflichtungen an der Kettelerschule versah er Verwaltungsaufgaben an der Eichendorffschule und bereitete sich zeitgleich auf seinen Wechsel zur Norbertschule in Oelde-Lette vor. Johannes Wexlers Kollegin Brigitte Bernsmann wird zur Martinschule wechseln, zu der sie bereits teilweise abgeordnet war. Dort unterrichtet auch Karin Schierbrock, die den Englischunterricht bei den Vierklässlern übernommen hatte.

Den planmäßigen Schrumpfungsprozess der Ketteler-Grundschule intensiv begleitet haben nicht zuletzt Sekretärin Walburga Günnewig und Hausmeister Norbert Pelkmann. Beide werden laut Stadtverwaltung nun anderweitig eingesetzt.

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