Kinder-Tagespflege wichtiger Baustein
Maja Kuntze-Beck, eine der Sprecherinnen der Beckumer Tagesmütter, betreut fünf Kinder bei den „Pütt Piraten“.

Im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien stellte Bublies-Tielker das Bundesprogramm Pro Kindertagespflege vor. Als einer von deutschlandweit 48 Modellstandorten erhält das Mütterzentrum bis zunächst Ende 2021 eine Förderung in Höhe von 305 788 Euro. Dazu kommt ein Eigenanteil von 76 447 Euro des Trägers für die Erfüllung von Aufgaben rund um die Tagespflege.

Zu den Zielen gehören dabei die Einführung von Qualitätsstandards bei der Ausbildung und Fachberatung von Tagespflegepersonen, die Fachkräftegewinnung und -bindung, die Förderung der Inklusion in der Kindertagespflege, die Erarbeitung von Vertretungsmodellen sowie die Organisation der Zusammenarbeit mit den Familien. Die Bundesförderung hat in Beckum die Einrichtung einer vollen Stelle ermöglicht, die der Koordinierung der Umsetzung dieser Ziele dient. Je eine halbe Stelle stehen für die Arbeit am Qualitätshandbuch und für die Ausarbeitung von Vertretungsregelungen zur Verfügung. Ein Teil der Mittel wird zur Deckung von Sachkosten eingesetzt.

„Kindertagesstätte und Tagespflege sollten sich nicht als Konkurrenz sehen, sondern als gleichrangige Elemente des Betreuungssystems“, erklärte Bublies-Tielker, die ausdrücklich für engere Kooperation und Vernetzung der Angebote warb. Erfreut zeigte sie sich darüber, dass sich die geforderte Gleichrangigkeit auch in der Neufassung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) des Landes niederschlägt. Danach wird eine fundierte Ausbildung von Tagespflegepersonen mit 300 Unterrichtsstunden und 200 Selbstlerneinheiten vorgesehen. Mindestens fünf Stunden Fortbildung jährlich und Fachberatung im Kostenrahmen von 500 Euro sind ab 1. August obligatorisch. „Damit ist auch im KiBiz angekommen, dass die Tagespflege ein wichtiger Bereich in der Tagesbetreuung ist“, sagte Bublies-Tielker.

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