Kinder erobern Spielplatz am Höxberg
Foto: Wille
Die Wackelbrücke hat es dem dreijährigen Henry angetan. Er genießt es, ausgelassen hin- und herzurennen. Er hat mit anderen Kindern am Montag den neuen Spielplatz am Höxberg eingeweiht.
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 Hand in Hand bahnen sich die 17 Kinder ihren Weg in Richtung Spielplatz. Jeder trägt einen kleinen Rucksack auf dem Rücken. Wer weiß, vielleicht ist nach dem Toben ein wenig Stärkung notwendig? Die Kinder sind vorbereitet. Die Vertreter der Stadtverwaltung, unter ihnen auch Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, erwarten die „Mühlenkinder“ bereits. Ein wenig schüchtern bleiben die Kita-Kinder stehen, blicken mit aufgerissenen Augen auf die neuen Spielgeräte. 

Platz darf offiziell erobert werden

Mika ist mutig. Er tritt einige Schritte nach vorn. „Hallo, Herr Bürgermeister“, ruft er und eilt ihm aufgeregt entgegen. Er hat heute seine Gummistiefel an, da macht auch der erdige Boden vor dem Spielplatz nichts aus. Denn der Rasen muss dort erst noch wachsen. Dennoch darf der Platz nun offiziell von Kindern erobert werden. Emilia ist die Erste, die sich ohne Scheu ans Kletternetz wagt. In Windeseile hangelt sie sich über das Seil weiter, hüpft auf die Rutsche und saust hinunter. Mit ihren sechs Jahren kann sie ohne Probleme jedes Spielelement bezwingen. 

Bürgermeister hilft den Kindern

Die Kombination aus den einzelnen Elementen, sie bilden das Wort Höxberg, ist so angelegt, dass kleine und größere Kinder sie nutzen können. Ella gehört mit ihren fast drei Jahren zwar noch zu den Jüngeren, hat aber dennoch Mut wie die Großen. Unerschrocken klettert sie auf den Buchstaben H und rutscht hinunter. Mika nutzt derweil die Chance, sich vom „Herrn Bürgermeister“ helfen zu lassen. Tapfer klettert er über die Streben zwischen den Buchstaben X und B, Strothmann steht unter ihm und gibt Hilfestellung. Auch Jannis nimmt das Hilfsangebot gern an. „Ich kenne mich damit auch aus, ich habe nämlich einen Sohn, der ist etwas älter als du“, erzählt Strothmann dem Jungen. 

Wackelbrücke begeistert

Henry ist total begeistert von der Wackelbrücke. Der Dreijährige flitzt immer wieder darauf hin- und her. „Das wackelt“, ruft er. Paul wird das Ganze etwas zu waghalsig. Er will über eine Stange zum Rutschen hinunter. Erzieherin Steffi Faber hilft ihm. Das Fazit fällt eindeutig aus: Der neue Spielplatz ist gelungen. Jetzt können alle Kinder kommen.

Für Kinder ab drei Jahren

Das neue Spielgerät, das den Schriftzug „Höxberg“ bildet, besteht aus einem Kletternetz, einer Rutsche, Hangelbogen, Rutschstange, Wackelbrücken, Balancierseil, Rutschstange, Sandschüppe und Eimer mit Seilzug. Die Geräte eignen sich für Kinder ab drei Jahren, können mit Unterstützung aber auch von Kleineren genutzt werden. 

Gesamtkosten von 37.700 Euro

Die Gesamtkosten für den neuen Spielplatz belaufen sich auf 37 700 Euro. Hinzu kommen die Leistungen des Städtischen Betriebes, der die Vorarbeiten übernommen hatte. Die Mitarbeiter haben insbesondere die Überarbeitung des Geländes übernommen, da dieses abschüssig war. Die Bestellung der Spielgeräte erfolgte bereits im Februar. Die Aufstellung begann Anfang Juli. Die Erneuerung des Geländes am Höxberg in Beckum war Strothmann zufolge notwendig geworden, da der alte Spielplatz in die Jahre gekommen war.

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