Kita „Schatzinsel“ kann gebaut werden
Gleicher Bauherr, gleicher Träger, gleiches Gebäude: Nach dem Muster der DRK-Kita in Oelde soll der Neubau an der Schlehenstraße 1 bis zum Sommer errichtet werden.

Das berichtete Bernd Matuszek vom Fachdienst Kinder-, Jugend und Familienförderung im zuständigen Fachausschuss. Sowohl der Kaufvertrag zwischen der Stadt Beckum und dem Bauträger über das Grundstück an der Schlehenstraße 1 als auch der Mietvertrag zwischen dem Bauträger und dem Deutschen Roten Kreuz als künftiger Träger ist laut Matuszek jetzt unter Dach und Fach.

Detlef Weißenborn vom DRK zeigte sich auf Nachfrage optimistisch, dass der „sportliche“ Zeitplan zur Errichtung der neuen Kita in Massivbauweise einzuhalten sein wird. Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit dem Bauträger aus Rüthen hätten gezeigt, dass der relativ kurzfristige Bau möglich sei. Für alle Fälle plant die Stadt aber auch eine Übergangslösung ein.

Im Ausschuss stellte Matuszek die Rahmendaten für die Bedarfsplanung Kindertagesbetreuung differenziert nach den vier Beckumer Stadtteilen vor. In Beckum gibt es insgesamt 872 Anmeldungen bei 880 Plätzen. Während es bei den Kindern ab drei Jahren einen Überhang von 33 Plätzen gibt, fehlen bei den unter Dreijährigen 25 Plätze. Ein Manko, das laut Matuszek jedoch durch Tagespflegeplätze ausgeglichen werden kann. Entlastung soll künftig die projektierte große Kita mit sechs Gruppen auf dem Gelände der bisherigen Overbergschule schaffen. Sie wird, womöglich gemeinsam mit einer zusätzlichen Drei-Gruppen-Anlage, mittelfristig Ersatz für bestehende Übergangslösungen in den Einrichtungen „Die kleinen Strolche“, „Zwergenhaus“ und „Rumskedi“ sowie eine wegfallende Gruppe in der „Rappelkiste“ schaffen.

In Neubeckum fehlen gemessen an den eingegangenen 356 Vormerkungen aktuell 14 Plätz, einer davon im Bereich der über dreijährigen Kinder. In der neugebauten Einrichtung St. Joseph werden laut Verwaltung ab August 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren entstehen, die gleiche Zahl an Plätzen für ältere Kita-Kinder wegfallen. Dieses Defizit wiederum soll durch den Neubau der „Schatzinsel“ an der Vellerner Straße ausgeglichen werden. Die Situation soll laut Verwaltung im Auge behalten werden.

Entspannt ist die Lage in Roland. Dort stehen 45 Plätze einem Bedarf von 43 gegenüber. Zwei rechnerisch fehlende Plätze für ältere Kindergartenkinder könnten dank neuer Regelungen im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) durch die Belegung von nicht benötigten U3-Plätzen ausgeglichen werden. In Vellern gibt es bei 41 vorhandenen Plätzen rechnerisch genau einen zu viel. Damit besteht vorläufig ebenso wie in Roland kein Handlungsbedarf.

SOCIAL BOOKMARKS