Klassenzimmer werden zu Hörsälen
Ungewohntes Bild: Wie in einer Vorlesung fühlten sich die Teilnehmer an der Pressekonferenz im Berufskolleg Beckum. Landrat Dr. Olaf Gericke stellte die neuen Hörsäle vor.

Der Abschluss der Bauarbeiten weckte vielmehr Freude bei den zahlreichen Teilnehmern. Und bei einem Rundgang verschafften die sich einen Eindruck vom Ausbau des FH-Standortes. „400 000 Euro haben die Fachhochschule Münster und der Kreis Warendorf investiert. Damit wurden die Studienmöglichkeiten im Berufskolleg Beckum professionalisiert und an das Hochschulniveau angepasst“, betonte Gericke.

Das Konzept sieht den Aus- und den Umbau von vier Unterrichtsräumen des Berufskollegs vor. Nach der Grundrenovierung ist die Möblierung erneuert worden. Dazu gehört das aufsteigende Gestühl, das so typisch für Hochschulen ist. Außerdem wurde die gesamte technische Infrastruktur modernisiert. „Statt Kreide Beamer, statt Stühlen Hörsaalbänke“, brachte es Gericke auf den Punkt.

Auch das Foyer hat sein Gesicht verändert. Sitzlandschaften und ein Laptop-Podium verbessern die Lernatmosphäre (kleines Bild). Und die ehemalige Hausmeisterloge haben Bauarbeiter in einen „Info-Point“ verwandelt. An der Einfahrt zum Gebäude weist außerdem eine Hinweissteele den Weg, ergänzt durch ein großflächiges Banner an der Außenfassade. Die Vordachkonstruktion wertet den Haupteingang architektonisch auf. Damit dürfte dem erfolgreichen Lernen nichts mehr im Wege stehen.

Im laufenden Wintersemester sind 112 Studenten eingeschrieben. Die angehenden Ingenieure nutzen die Möglichkeit, das Bachelorstudium Maschinenbau mit einer Ausbildung oder Berufstätigkeit zu kombinieren.

Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann unterstrich die Bedeutung des Projektes für Beckum. „Unser Ziel ist, junge Fachkräfte vor Ort auszubilden und zu halten“, betonte er. Und Professor Dr. Georg Samland, Stiftungsprofessur der FH Münster, ergänzte: „Wir arbeiten für die Region.“ Alle Beteiligten stimmten darin überein, dass der Kreis ein „Topstandort für Maschinenbau“ sei. Dazu tragen nicht zuletzt die zahlreichen Unternehmen bei, die als „hidden champions“, versteckte Gewinner, Erfolge feiern.

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