Kleines Jubiläum beim Fest der Kulturen
Kaum hatten die Ahlener Gäste von der Kurdischen Initiative Newroz begonnen zu tanzen, da taten es ihnen etliche Landsleute vor der Bühne gleich.

Am Sonntagnachmittag verwandelte sich der Westenfeuermarkt in ein interkulturelles Forum. Und genau das möchte die Veranstaltung unter dem Motto „Hand in Hand“ auch bieten. „Je besser man sich kennt, desto schneller wachsen Toleranz, Akzeptanz und Vertrauen“, unterstrich Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann bei seiner Begrüßung. Er würdigte das Fest als Gaumenschmaus und Augenweide.

Auch Aydin Ustaoglu, Vorsitzender des mitveranstaltenden Integrationsrats, bezeichnete die Förderung von Respekt und Akzeptanz als wesentliche Ziele des längst fest im Veranstaltungskalender verankerten Fests. In Zeiten des zunehmenden Rassismus und des Siegeszugs von Populisten gelte es dagegenzuhalten, sagte Ustaoglu. „Wir müssen Flagge zeigen und ein Zeichen setzen“.

Dem pflichtete Dietmar Zöller, als Vertreter von Innosozial Dritter im Veranstalterbund, bei. „Allen, die zu uns kommen, möchten wir ein Stück Heimat bieten“, erklärte er. Dazu gehöre auch, dass sich die Neuankömmlinge aus anderen Ländern bereitwillig in die Gesellschaft integrierten. Diesem Zweck diene nicht zuletzt das Fest der Kulturen.

Gesagt, getan. Auf der Bühne am Westenfeuermarkt ging es Schlag auf Schlag im internationalen Programm. Drehende Derwische, Tanzdarbietungen kurdischer, anatolischer oder auch polnischer Gruppen gehörten ebenso zum Angebot wie Rapper Kid Keno oder die Gruppe des tamilischen Kulturvereins aus Ennigerloh. Aber auch Schüler aus der Big Band des Albertus-Magnus-Gymnasiums oder der Hammer Gesangverein „Harmonie 2004“ bestritten das Programm mit. Das wurde von Emily Mbayi Tshikota gemeinsam mit Fachbereichsleiter Herbert Essmeier routiniert moderiert.

Während sich auf dem weitläufigen Gelände die Gäste an den unterschiedlichsten Imbissständen labten und die Kinder ein vielfältiges Spielangebot nutzen konnten, sagten die Moderatoren zum Ende das Mitmachkonzert an, für das die Gruppe „Tommelzauber“ zuvor die Grundausbildung der Nachwuchsmusiker übernommen hatte.

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