Kommunalpolitik nimmt Fahrt auf
Foto: Biefang
Ein Foto, zwei Themen: Die Pläne für den Bahnhof in Neubeckum standen genauso auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag wie ein Radverkehrskonzept und der Verkehrsentwicklungsplan.
Foto: Biefang
Grünes Licht für die „Fotovoltaikanlage Kollenbach“: Die „Phoenix-Zementwerke Krogbeumker GmbH und Co. KG“ will auf ihren Flächen im Steinbruch Kollenbusch eine Freiland-Anlage errichten. Die Größe der Fläche an der Stromberger Straße beträgt drei Hektar. Voraussetzung für das Projekt war unter anderem eine Änderung des Flächennutzungsplans. Diese wurde jetzt im Ausschuss einstimmig beschlossen. Alle weiteren Entscheidungen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan traf das Gremium ebenfalls einstimmig. 

Die beiden Großprojekte „Bahnhof Neubeckum“ und „Standort Feuer- und Rettungswache Beckum“ treiben die Kommunalpolitiker weiter um. Das Renfert-Gelände bleibt Plan A für die Errichtung der Wache. Sowohl die SPD als auch die Grünen machten jedoch aus ihrer Skepsis keinen Hehl. Kai Braunert (Grüne) forderte etwa, über einen möglichen Plan B im nicht-öffentlichen Teil zu diskutieren. Das wiederum kam bei Rudi Goriss (CDU) gar nicht gut an. Er sah die Gefahr, dass die Verwaltung damit von der eigentlichen Arbeit abgehalten werde. Seine Devise: „Keine doppelte Arbeit.“ 

Was den Bahnhof Neubeckum angeht, beantwortete die Verwaltung Fragen auf Grundlage eines FWG-Antrags. Eine Machbarkeitsstudie ist für das ehemalige Bahnhofsgebäude in Auftrag gegeben. Damit sollen der bauliche Zustand und mögliche wirtschaftliche und städtebaulich tragfähige Nachnutzungsoptionen ermittelt werden. Dabei sind laut Stadtverwaltung auch die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses (ISEK) zu berücksichtigen. Der Bahnhofsbereich soll außerdem als Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickelt werden. Die Umgestaltung des Vorplatzes und der Bahnhofsstraße seien außerdem von hoher Bedeutung. 

Der Termin für die Informationsveranstaltung zur Umgestaltung des Beckumer Kirchplatzes steht fest: am 2. September ab 19 Uhr in der Stephanuskirche.

Gleich mehrfach hatten Anträge im Stadtentwicklungsausschuss mit Mobilität und Verkehr zu tun. So forderten die Grünen einen Sachstandsbericht zum Verkehrsentwicklungsplan ein. Dieser ist im vergangenen Jahr beschlossen worden. Ein Leuchtturmprojekt ist die Erarbeitung einer Radverkehrsnetzplanung. Damit soll der Radverkehr gefördert werden. 

Gerade wegen dieses groß angelegten Konzeptes stellten die Grünen im Verlauf der Sitzung zwei Anträge zur Einrichtung von Fahrradstraßen und zur Schaffung von Parkplätzen für Lastenfahrräder zurück. Fachbereichsleiter Uwe Denkert betonte, man sollte nicht einzelne Punkte herausgreifen, sondern zunächst das Konzept erarbeiten. 

Einen Antrag der FDP lehnten alle übrigen Parteien ab. Die Liberalen hatten die Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Radverkehr und Schulwegsicherheit“ ins Spiel gebracht. Hier teilte Dr. Rudolf Grothues (SPD) die Meinung der Verwaltung und sah eher die Schulen in der Verantwortung. Rudi Goriss (CDU) verwies auf Polizei und Ordnungsamt.

SOCIAL BOOKMARKS