Kulturfest: Vielfalt statt Einfalt
Brachte Schwung auf die Bühne: die 20-köpfige polnische Folkloregruppe Wieselka.

Mehrere Hundert Gäste versammelten sich auf dem Beckumer Westenfeuermarkt, um einen Nachmittag der Sinne zu genießen. Die Veranstalter, der Integrationsrat der Stadt Beckum, die Innosozial gGmbH und die Stadt Beckum, präsentierten ein Programm für alle Generationen, bunt und voller Überraschungen. Ein Potpourri aus Showtanz, Folklore und Hip-Hop garantierte bis in die Abendstunden beste Stimmung.

Ob türkisch, orientalisch, typisch griechisch oder polnisch dargeboten, der Applaus ließ nicht lange auf sich warten. Spontane Tanzeinlagen zeugten bei den Flüchtlingen von allmählich wiederkehrender Lebensfreude. Beckumer Vereine und Verbände hatten zudem kulinarische Genüsse vorbereitet und stellten ihre Arbeit vor. Aysu Orhan, Rocio und Michael sowie Sascha Demant brillierten gesanglich mit leidenschaftlich vorgetragenen Songs.

Durch das Programm, das auch Kindern reichlich Abwechslung bescherte, führte Herbert Essmeier, der das Fest mit seinem Kollegen Heinz-Jürgen Meyer und Martin May-Neitemann organisiert hatte. Zum Auftakt zelebrierten Pfarrer Günter Falkenberg und Hodscha Ahmet Yolcu eine gemeinsame kurze Andacht. Auf die Flüchtlingssituation und hervorragende Betreuung durch ehrenamtlich engagierte Beckumer ging Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann bei seiner Begrüßung ein. Aydin Ustaoglu, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Beckum, betonte, dass man den Anforderungen in Sprache, Bildung, Integration sowie politischer Teilhabe gerecht werden wolle.

Warnend, jedoch beruhigend zugleich stellte Dietmar Zöller fest, dass 83 Prozent aller Deutschen laut Allensbach-Umfrage für die Aufnahme von Flüchtlingen seien. Dass auch Bedenken geäußert würden, bedeute nicht zugleich, dass eine Islamophobie vorherrsche, warnte der Geschäftsführer von Innosozial abschließend.

SOCIAL BOOKMARKS