Letzter Akt: Realschule ist Geschichte
Den Schlüssel zum Schulhaus an der Windmühlenstraße gab Elisabeth Suer an Bürgermeister Karl-Uwe Strothmann und Sekundarschul-Leiterin Dr. Evelyn Hilbk zurück.

Krems wohnte im Lehrerzimmer dem „Schulschließungsakt“ in kleinem Rahmen bei. Ein „furchtbares Wort“, wie er in seinem Grußwort befand. Krems unterstrich vor Kollegen und Vertretern des Schulträgers, dass die Realschule keineswegs geschlossen werde, weil dort schlechte Arbeit geleistet wurde. Vielmehr sei es die Krise der Hauptschule gewesen, die in letzter Konsequenz das Verschwinden der Realschulen mit ausgelöst habe. Was dazu führt, dass sich der schulfachliche Dezernent für Realschulen nun komplett aus dem Kreis Warendorf verabschieden kann. Krems’ besonderer Dank galt den Mitgliedern des Realschul-Kollegiums, das ein „gutes Ende“ für die Schüler sichergestellt habe.

Auf die Entwicklung der Beckumer Schullandschaft ging auch Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann ein. Man sei „praktisch gezwungen worden“, die Realschule zu schließen. Strothmann erinnerte daran, dass das Auslaufen über mehrere Schuljahre bei gleichzeitigem Aufbau der Sekundarschule im gleichen Gebäude ein keineswegs leichter Prozess gewesen sei.

Schulleiterin Elisabeth Suer lobte ihre Kollegen, die sich trotz Unsicherheiten und Zukunftsängsten „mit voller Kraft bis zur letzten Stunde eingesetzt“ hätten. Für die Stadt Beckum und die Schüler sei die Realschule lange Zeit eine Heimat und gute Ausbildungsstätte gewesen.

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