Lücken an der Pflaumenallee geschlossen
Pflanzten den letzten Pflaumenbaum: Heinz-Jürgen Müller (Kreis Warendorf) , Heinz-Josef Heuckmann (Stadt Beckum), Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Landrat Dr. Olaf Gericke und Uwe Denkert (Stadt Beckum).

Ermöglicht hat das der Kreis Warendorf, der die Jungpflanzen zur Verfügung gestellt hat. Das Pflanzen selbst hat die Stadt Beckum besorgt. Beim letzten Exemplar legten daher Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann gemeinsam Hand an. Bei dem Anlass durchaus angemessenem Wetter brachten sie symbolisch ein Bäumchen in die Erde.

Ersatzpflanzen kosten rund 1700 Euro

Die Pflaumenallee, die als grüner Ring den südlichen Stadtrand umgibt, ist in ihrer Ausdehnung einzigartig im Kreis, wie Gericke und Strothmann erläuterten. Bei einer Kartierung im Jahr 1990 war die Länge der Allee mit 3750 Metern festgestellt worden. Von 1948 bis in die 1970er-Jahre waren entlang dieser Strecke 546 Pflaumenbäume, teils einreihig auf der Südseite, teils zweireihig angepflanzt worden.

Erste große Schäden im Baumbestand richtete 2007 der Orkan „Kyrill“ an, dem 112 Obstgehölze entlang der Allee zum Opfer fielen. Schon damals wirkten Kreis und Stadt bei der Beseitigung der Schäden zusammen und ersetzten 345 Pflanzen. Nach dem weniger heftigen, aber auch außerordentlich starken Sturm im Januar 2018 kaufte der Kreis Ersatzpflanzen im Wert von rund 1700 Euro.

Von „Stromberger Zwetsche“ bis zu „Königin Viktoria“

Vertreten sind dabei unterschiedlichste Sorten von der „Graf Althans Reineclaude“ und der „Große Grüne Reineclaude“ über die „Bühler Frühzwetsche“ und die „Stromberger Zwetsche“ bis hin bis zu den Pflaumensorten „Ontario“ und „Königin Viktoria“.

Die neu gepflanzten Bäume sind etwa zwei Meter groß und haben einen Stammumfang von zehn bis zwölf Zentimetern. Pfähle aus imprägnierter Fichte geben den Jungpflanzen Halt. Ihre Baumscheiben sind mit Holzhäcksel als Verdunstungsschutz und zur Vermeidung von unerwünschtem Aufwuchs bestreut. Ferner erhalten die kleinen Bäume einen Schutz gegen Wildverbiss.

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