Mädchen mit der Maurerkelle am Werk
Bild: Krogmeier
Der Bau einer Mauer stand  für (v. l.) Emilie Mdayi Bangina, Martin Pillich, Kelly Feige und Diana Ktileh bei der Kreishandwerkerschaft hoch im Kurs.
Bild: Krogmeier

Die Schülerinnen haben am  Girls-Day in einen typischen Männerberuf hinein geschnuppert. Die Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen hatten am Donnerstag am Girls- und Boys-Day, die Möglichkeit, einen Beruf ihrer Wahl kennenzulernen und zugleich über den Tellerrand der typisch geschlechtsbezogenen Berufe zu schauen.

In vielen heimischen Firmen waren die jungen Leute einen Tag zu Gast, um eine für sie neue Welt zu entdecken. Ob bei der Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßenbau NRW oder in den Firmen Beumer, Blumenbecker und Cemex West-Zement, ob im Pianohaus Micke, bei der Stadt Beckum und am Berufskolleg oder bei den Firmen Ostendorf und Koziol – überall standen die Pforten für den Nachwuchs offen, überall gab es Hinweise für die Berufswahl. Bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in Beckum nutzten 13 Mädchen und vier Jungen die Chance.

Die Arbeit mit dem Werkstoff Holz macht Spaß

„Das Arbeiten mit Holz macht mir Spaß“. Für Lea Dignat aus Neubeckum, sie besucht die Beckumer Realschule, hat das den Ausschlag für ihre Berufswahl am Girls-Day gegeben. Gemeinsam mit Anne Feldmann aus Beckum (Gesamtschule Ahlen) sowie den Ennigerloher Realschülerinnen Marie Barkhausen und Nastja Liedke ist sie einen Tag im Fachbereich Holz gut aufgehoben. Unter Anleitung von Tischlermeister Jürgen Deckenbrock fertigen die vier jungen Damen einen schmucken Elefanten aus Holz an. „Ich finde es spannend, was man aus Holz alles machen kann“, sieht Marie Barkhausen ihre Auswahl bestätigt. „Ich will einfach mal sehen, ob diese Arbeit Spaß macht“, geht auch Nastja Liedke offen an den „Probeberuf“ heran.

Andere Arbeiten warten auf die Mädchen im Fachbereich Bau unter der Regie von Maurer- und Stahlbaumeister Martin Pillich. Hier geht es mit Maurerkelle und Wasserwaage an die Arbeit. „Der Beruf Maurer hat sich für mich gut angehört“, begründet Emilie Mdayi Bangina von der Beckumer Realschule ihre Auswahl. „Ich wollte in einem nicht typischen Frauenberuf arbeiten“, stellt Kelly Feige von der Ketteler-Hauptschule fest.

Wenn die Mädchen in Männerberufen tätig sein können, dann wollen die Jungen in Frauenberufen nicht nachstehen. Mit Hauswirtschaftsmeisterin Rita Mersmann werden zwei verschiedene Sorten Hefeteig angefertigt. Während die Schüler in den Bereich Hauswirtschaft einen Einblick erhielten, beschäftigten sich die Schülerinnen und den Bereichen Holz, Bau, Farbe und Metall.

Hintergrund

Berufsorientierung ist für die Schüler der weiterführenden Schulen ein wichtiges Thema. Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf gibt den jungen Menschen aber auf diesem Gebiet nicht nur am Girls- und Boys-Day wichtige Hilfestellungen. Mit der Beteilung am Programm „Startklar“ ist die Kreishandwerkerschaft auch an den Standorten in Beckum und Warendorf ein Partner für den Nachwuchs. „Wir ermöglichen Berufsorientierung in der Praxis“, erläutert Wilhelm Wagner, zuständig für Berufsorientierung und den Übergang von der Schule in den Beruf, das Angebot, an dem etwa 400 Schüler im Kreis Warendorf teilnehmen. So machen die Kettelerschule und Realschule in Beckum und die Konrad-Adenauer-Hauptschule Wadersloh mit. Vermittelt werden die Informationen in großen Praxisanteilen. Zudem können alle Teilnehmer eine persönliche Potentialanalyse durchlaufen.

Weitere Informationen: www.kh-st-waf.de.

SOCIAL BOOKMARKS