Markt: Platanen weg und Pütt zur Seite
Die Tage der großen Markt-Platanen scheinen gezählt.

Der Abstimmung ging am Dienstagabend eine lebhafte Debatte voraus, in deren Verlauf FWG-Fraktionssprecher Gregor Stöppel als Urheber des Beschlussantrags von dessen Ursprungsfassung abwich und die Erarbeitung eines Förderantrags an das Land nicht mehr in diesem, sondern im kommenden Jahr für 2019 forderte.

Eine Wendung, die Kritik bei Grünen und SPD hervorrief. Angelika Grüttner-Lütke (Grüne) reklamierte weiteren Beratungsbedarf in der Marktplatzfrage. Und Karsten Koch (SPD) wies darauf hin, dass eine umsetzungsreife Planung noch gar nicht beschlossen werden könnte. Folglich berge die vorschnelle Festlegung die Gefahr des völligen Scheiterns bei der Bezuschussung durch das Land. Markus Höner erklärte indessen für die CDU, dass man sich aus verschiedenen Gründen gegen einen Erhalt der Großbäume entschieden habe. Er führte in erster Linie die angestrebte Barrierefreiheit des Marktplatzes ins Feld. Schützenhilfe gab es von der FDP, deren Fraktionsvorsitzender Timo Przybylak die Verkehrssicherungspflicht der Stadt ins Spiel brachte. Die könnte einen Grund liefern, ein etwaiges Bürgerbegehren pro Erhalt der Platanen nicht zuzulassen.

Genau das hatte Rainer Linden beim Punkt Einwohner-Anfragen schon zu Beginn der Sitzung im Fall der absehbaren Ratsentscheidung angekündigt. Direkt von Linden angesprochen, erklärte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, dass er ein Bürgerbegehren nicht durch eine handstreichartige Baumfällaktion ad absurdum führen würde. Zumal der Stadt nur dreieinhalb der vier Platanen gehören.

Bei der Abstimmung nach Sitzungsunterbrechung am Ende votierte Dr. Rudolf Grothues (SPD) im Sinne des FWG-Antrags für Planvariante 3 und damit anders als die übrigen Mitglieder seiner Fraktion.

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