Markt-Untergrund wird untersucht
Mit mobilem Bohrturm und viel Muskelkraft wird der Untergrund des Marktplatzes zurzeit untersucht.

 Ein kleiner mobiler Bohrturm zieht die Blicke der Menschen auf sich, die den Platz überqueren. Das Gerät bewegt sich von Messpunkt zu Messpunkt, um das Erdreich unter dem Pflaster zu sondieren. Die Arbeiten, so erklärt Ralf Bzdok von der Stadtverwaltung, stehen im Zusammenhang mit der geplanten Umgestaltung des Marktplatz. Dabei geht es nicht allein um die Gestaltung der Oberfläche, sondern auch um die Erneuerung von Kanalrohren tiefer unter der Erde.

Um zuverlässig ermessen zu können, welcher bauliche Aufwand bei den bevorstehenden Kanal- und Straßenbau im Herzen der Stadt getrieben werden muss, werden per Bohrsondierung Bodenproben entnommen, die unter anderem Aufschluss über den Schichtaufbau des Erdreichs geben. Diese Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf die Tragfähigkeit. Auch chemische und bodenmechanische Analysen sind vorgesehen. Bevor die Ausschreibungen für Aufträge zur Platzgestaltung formuliert werden können, möchte die Stadt ganz sicher gehen, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Immerhin geht es darum, die Platzanlage für einen langen Zeitraum baulich fit zu machen, wie Ralf Bzdok vom Fachdienst Stadtplanung auf Nachfrage der „Glocke“ erklärte. Das letzte Mal sei die Fläche in den 1980er-Jahren, also vor etwa 30 Jahren, erneuert worden. Und niemand wisse heute noch genau, wie sorgfältig der Unterbau des Platzes damals hergestellt worden sei. Abgesehen vom Wurzelbereich der Platanen hält sich die Pflasterung ganz gut, wie Bzdok beobachtet hat. Allerdings seien kleinere Ausbesserungsarbeiten durch die städtischen Betriebe an der Tagesordnung.

Damit ein neugestalteter Marktplatz auch auf lange Sicht gut aussieht, kommt es entscheidend auf die ausreichende Gründung an. Denn nicht nur an Markttagen wird der Platz von schweren Fahrzeugen befahren. Stadtfest-Bühne, Rosenmontagswagen oder auch die Eisbahn im Winter sind alles andere als Leichtgewichte.

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