Mennoniten bitten zur Besichtigung
Der Chor der Mennoniten unter der Leitung von Heinrich Peters begrüßte die Gäste musikalisch in den neuen Räumen der Neubeckumer Straße.

Die Nachbarn, zu denen man ein sehr gutes Verhältnis habe, seien auch schon alle da gewesen, zeigte sich der Geistliche erfreut. Fremde wie Freunde waren der Einladung zum Tag der offenen Tür nachgekommen.

Wenngleich die offizielle Eröffnung mit Festakt erst am kommenden Sonntag, 23. August, um 10 Uhr stattfindet, herrschte jetzt schon Festtagsstimmung. Im großen Speisesaal mit angrenzender Küche lockte ein Kuchenbüfett. Helle Räume, in Weiß und Pastellfarben gehalten, geben den Christen mit unterschiedlichen Wurzeln nun ein neues Zuhause.

Seine Dankbarkeit darüber, dass seine Gemeinde von 1991 bis heute ihre Treffen im evangelischen Gemeindehaus durchführen durfte, brachte Bergen bei einer kurzen Ansprache zum Ausdruck. Lobende Worte fanden Propst Rainer B. Irmgedruth von der St. Stephanus-Gemeinde und sein Kollege Friedrich Vogelpohl von der evangelischen Kirche für das Bravourstück in überwiegender Eigenleistung, das hier seit Ende 2012 gemeistert worden war. Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann nahm sich mittags kurz Zeit, um vorbeizuschauen.

Werner Eckey brachte die Stimmung auf den Punkt: „Mir wehte schon im Eingangsbereich ein Hauch von freudiger Gemeinschaft entgegen“, erklärte der pensionierter Leiter der Beckumer Polizeiwache. Die 60 aktiven Mitglieder der Gemeinde und ihre Familien finden auf einer Fläche von 900 Quadratmetern von Kinderbetreuungsräumen bis zur Lehrküche eine umfängliche Infrastruktur vor. Chöre und Orchester können jederzeit proben. Ein Spiel- und Sportfeld soll noch errichtet werden. Eine kleine Werkstatt ist vorhanden.

Interessant zu besichtigen war auch das eigene Blockheizkraftwerk, das das Kirchengebäude wie auch die beiden Wohnhäuser mit 18 Eigentumswohnungen auf dem 5800 Quadratmeter großen Grundstück an der Neubeckumer Straße beheizt und mit Strom versorgt. Zwei beeindruckende Vorträge zur Geschichte der Mennoniten, gehalten von Hans Bergen, rundeten das Programm ab.

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