Mit Salz gegen Schnee im Einsatz
Bild: Krogmeier
Die Beladung der Lkw erfolgt unter dem Silo schnell und problemlos. Klemens Theeßen sorgt hier für den reibungslosen Ablauf.
Bild: Krogmeier

Zum ersten Mal in diesem Winter musste das Team von Bauhof und Stadtgärtnerei zum intensiven Winterdienst ausrücken, um für Sicherheit auf Straßen, Fuß- und Radwegen zu sorgen.

Um 2 Uhr hat am Montagmorgen das Telefon bei Stefan Meier in Vellern geklingelt. Er ist in dieser Woche zwischen den Festtagen der Bereitschaftsführer bei den Städtischen Betrieben und für den Ablauf des Winterdienstes verantwortlich. „Wir werden vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe alarmiert, wenn die Kollegen rausfahren“, berichtet Meier im Gespräch mit der „Glocke“.

Nach diesem Anruf macht er sich selber auf den Weg zu seinem Auto, um in die Stadt zu fahren. Dort gilt es zu entscheiden, ob er die in Bereitschaft stehenden Mitarbeiter alarmiert und auf die Straßen der Püttstadt schickt.

Genau das war  der Fall. Schon um 3 Uhr in der Frühe rollte der erste Lkw vom Interkommunalen Bauhof, um die Straßen in der Püttstadt zu streuen und von Schnee und Eis zu befreien. Um 5 Uhr machten sich vier Trecker auf den Weg, um die Geh- und Radwege abzustreuen. Und auch die Fußgruppen waren unterwegs und beseitigten den Schnee zum Beispiel auf den Fußgängerübergängen und Treppen.

„Wir waren mit 15 Mitarbeitern im Wintereinsatz“, blickte der Bereitschaftsführer gestern Mittag nach getaner Arbeit auf einen langen und anstrengenden Tag zurück. Bei diesem zweiten Einsatz wurden die Mitarbeiter erstmals voll gefordert, denn am ersten Weihnachtstag hatte man lediglich mit einem Fahrzeug ausrücken müssen, um glatte Fahrbahnen zu beseitigen.

20 Kräfte stehen in Bereitschaft

Etwa 1200 Tonnen Streusalz lagern in der großen Salzhalle, die von Stadt Beckum und Kreis Warendorf gemeinsam am Interkommunalen Bauhof an der Neubeckumer Straße genutzt werden. 250 Tonnen davon gehören zum Vorrat der Stadt für die kommenden eisigen Tage. Aus der Halle kommt das Streusalz in Silos, aus denen die Lkw vor ihren Einsätzen schnell und unkompliziert beladen werden können. Z

um Einsatz beim Winterdienst kommt in Beckum auch ein Salz-Sole-Gemisch. In einer Aufbereitungsanlage wird dem Streugut etwa 30 Prozent Sole beigegeben. „Das Salz weht dann nicht mehr so leicht von den Straßen und hat eine bessere Wirkung“, weiß Stefan Meier zu berichten. Mit einem für diesen Winter neu gekauften Sole-Streuer kann zudem bereits präventiv gestreut werden. Schon am Abend werden so wichtige Verkehrsverbindungen abgefahren. „Das erspart viele Einsatzzeiten in den Nächten“, erklärt Meier die Vorteile. Sollte der Winter in aller Härte zuschlagen, dann würde man im Winterdienst in zwei Schichten und mit jeweils 20 Kräften arbeiten. Dann würden die Lkw auch mit zwei Personen besetzt sein, um ebenso wie durch das Einhalten der Lenkzeiten für mehr Sicherheit zu sorgen.

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