Mit dem Kugelstrahl gegen Gehweg-Glätte
Betriebsleiter Peter Winter an der Testfläche, die in drei unterschiedlichen Intensitäten bearbeitet worden ist.

Eine von mehreren Möglichkeiten zur Nachbesserung ist das Kugelstrahl-Verfahren, mit dem das geschliffene Betonpflaster nachträglich aufgeraut werden kann. Auf einer Testfläche nahe der Wersebrücke bearbeitete am Morgen der Dinslakener Fachbetrieb Sauskojus den Gehweg auf diese Weise.

Stahlkugeln von einem Millimeter Durchmesser werden dabei per selbstfahrender Maschine auf den Untergrund geschossen. Das geschieht völlig staubfrei, wie Sauskojus-Betriebsleiter Peter Winter erklärte. Die 1450 Quadratmeter große Gehwegfläche an der Oststraße könnte in etwa drei Tagen nachbearbeitet werden, ohne dass angrenzende Fassaden in Mitleidenschaft gezogen würden.

Durchaus zufrieden mit dem Testergebnis zeigte sich Tiefbau-Fachdienstleiter Volker Hahne, der die Arbeiten vor Ort verfolgte. Die Griffigkeit der Gehwegoberfläche nahm bereits nach zweifacher Bearbeitung mit dem Kugelstrahl deutlich zu. Einen Nachteil sieht Hahne dabei allerdings auch: Die Selbstreinigungseigenschaft des Pflasters bei Regenfällen nimmt ab, wenn die polierte Oberfläche abgestumpft wird. Dennoch glaubt Hahne, dass das Kugelstrahlverfahren ein gangbarer Weg zur Nachbesserung sein könnte.

Aber auch andere Techniken kommen in Betracht. Sandstrahl-Bearbeitung oder chemische Behandlung sind Alternativen, die die Stadt an Werkstücken hat erproben lassen. Das ebenfalls denkbare Flammstrahlverfahren gilt als teuer und zeitaufwändig. Hahne wies im Gespräch mit der „Glocke“ darauf hin, dass der Ausbau des Oststraßen-Gehwegs normgerecht erfolgt ist, Regressforderungen an die ausführende Firma also nicht in Betracht kommen. Gleichwohl sei man natürlich bestrebt, einen Zustand zu erreichen, mit dem auch die Bürger zufrieden sind.

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