Möllers: Arodo Group erhält den Zuschlag
Foto: Biefang
Wohin geht die Reise für die Firma Möllers in Beckum? Der Investorenprozess ist beendet und eine Sanierungslösung gefunden.
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Der in dem Verfahren gerichtlich eingesetzte Gläubigerausschuss hat laut Pressemitteilung „nach umfassender rechtlicher wie wirtschaftlicher Prüfung der sehr unterschiedlichen Konzepte der beiden zuletzt verbliebenen potentiellen Käufer“ eine Entscheidung getroffen. Der Vertrag wurde am Wochenende rechtsverbindlich vom Käufer wie auch vom „Pluta-Sanierungsexperten“ und Insolvenzverwalter Stefan Meyer unterzeichnet.

Das Amtsgericht Münster hatte am 1. April 2021 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Maschinenfabrik Möllers GmbH aus Beckum eröffnet und den Sanierungsexperten,  Rechtsanwalt und Fachanwalt Stefan Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der Pluta Rechtsanwalts GmbH, zum Insolvenzverwalter bestellt.

Mit der Vertragsunterzeichnung ist aber noch keine endgültige Lösung gefunden, wie die Agentur „relatio PR“ am Montag betonte.  Es seien noch Vollzugsbedingungen zu erfüllen wie zum Beispiel ein Personalabbau nach Erwerberkonzept,  und es sei ein Sanierungstarifvertrag mit der IG Metall zu schließen. Nur mit erfolgreicher Umsetzung der Vollzugsbedingungen kommt es zur Durchführung der Übernahme.  „Alle Beteiligten sind allerdings zuversichtlich, die Vollzugsbedingungen innerhalb der kommenden vier Wochen, mithin bis Mitte Mai 2021, erfüllen zu können“, heißt es in der Pressemitteilung.

Abbau von 79 Arbeitsplätzen

Mit dem Vollzug dieses Unternehmenskaufvertrages können 80 Arbeitsplätze erhalten werden. Nach dem Erwerberkonzept seien  allerdings auch 79 Arbeitsplätze abzubauen, wie es weiter heißt. Zum weiteren Prozedere teilt die Agentur mit: „Es werden sich unmittelbar Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Betriebsrat sowie mit der IG Metall zum Sanierungstarifvertrag unter enger Einbeziehung des Erwerbers in den nächsten Tagen anschließen. Mit dem Investor, der Arodo Group, ist vereinbart, dass der Arbeitsplatzabbau so sozialverträglich wie möglich über die Einrichtung einer Transfergesellschaft vorgenommen werden soll.“ 

Über die aktuellen Entwicklungen sollen die Arbeitnehmer neben der umgehenden Information durch den Betriebsrat noch in dieser Woche auch durch den Insolvenzverwalter ausführlich im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert werden.

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