Musikalischer Blumengruß aus dem Süden
Die Bergischen Symphoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Peter Kuhn begeisterten am Neujahrstag ihr Publikum in Beckum.

„Träumen wir uns in den Süden“, lud Generalmusikdirektor Peter Kuhn sein Orchester und die Zuhörer ein: „Gehen wir auf eine Reise in die südlichen Lieblingsländer der Mitteleuropäer nach Italien und Spanien.“

„Wo die Citronen blüh’n“, lockte der Walzer von Johann Strauss das Festpublikum des Neujahrstages. Musik zu Sonnenträumen bis nach Spanien. Mit dessen musikalischen Motiven ging das Orchester dem Komponisten Emmanual Chabrier folgend mit „España“ recht frech um. Einem Stück, dessen Anforderungen an das virtuose Können die Bergischen Symphoniker witzig und augenzwinkernd bewältigten.

„Caro nome“ – die Solistin des Abends, Stephanie Elliot, triumphierte nicht nur stimmlich, als sie mit dieser Arie aus Verdis „Rigoletto“ ihre Freude verkündete, dem Herzensbrecher der Oper den Namen entlockt zu haben. Karneval war dann das Thema. Eine akustische Tüte Konfetti schüttete das Orchester mit den ersten Takten von Hektor Berlioz’s „Römischer Karneval“, Ouvertüre op 9 aus, um den turbulenten Auftritt einer Karnevalsgesellschaft vorzubereiten.

 Auch nach der Pause blieb der Süden Ziel der musikalischen Reise. Nach dem „Spanischen Marsch“ von Josef Rixner folgten die „Rosen aus dem Süden“, ein Bild, das dem zweiten Auftritt von Stephanie Elliott durchaus angemessen war. Was in den deutschsprachigen Ländern der Frühlingsstimmenwalzer, das ist in spanischen Raum „Il bacio“, der Kusswalzer. Verführerisch vorgetragen von der Sopranistin, deren Stimmen auch glitzernd hohe Töne mühelos und klangvoll bewältigen. Eine echte Bereicherung des Konzertabends. Von ihrer verführerischen Seite zeigte sich Stephanie Elliott in einer weiteren Arie, passend zum Kusswalzer: „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus der Lehar-Operette „Giuditta“.

 Vom Mittelmeer ging die Reise nach Südamerika. „Serenat“ von Leroy Anderson führte thematisch dort hin. Die Symphoniker präsentierten leicht, locker rhythmisch perfekt vier südamerikanische Tangos. Schade, dass das begeisterte Publikum sich dann auf den Weg in beinah spätherbstliches Nieselwetter machen musste.

SOCIAL BOOKMARKS