Narren erobern den Stadtschlüssel
Geschafft! Stolz reckte Stadtprinz Ferdinand I. den soeben eroberten Stadtschlüssel in die Höhe. Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann (l.) schien der Machtverlust nicht sehr zu stören.

Seine Tollität, so eine Forderung Strothmanns, muss die Versorgung aller Rosenmontagszug-Teilnehmer mit Schnaps sicherstellen. Schließlich ist er Inhaber einer traditionsreichen Brennerei. Die Straßenbrücken im Zuge der B 58 sollen nach dem Willen des entmachteten Bürgermeisters nach verdienten Karnevalisten benannt werden. Schließlich seien die besonders standfest.

Dafür, dass alle Beckumer Kinder ins neue Spielparadies am Tuttenbrock eingeladen werden, soll sich der närrische Stadtprinz ebenso einsetzen wie für die Berufung der Dschungelcamp-Finalisten als Lehrer des AMG. Der als flotter Tänzer bekannt gewordene Hofmarschall Ferdinand Heickmann schließlich muss einen Tanzwettbewerb im Let’s-dance-Format organisieren und darf sich eine Partnerin unter den Fidelen Schachteln wählen.

Alle zusammen, die federführend bei der heutigen märchenhaften Narretei sind, sollen laut Bürgermeister die Sonne herbeizaubern. Dafür gab es Beifall, unter anderem von den Vertretern der drei Beckumer Partnerstädte, die ebenso auf der Bühne Ausfstellung genommen hatten wie die Vertreter der örtlichen Kommunalpolitik.

Der Prinz, glücklich im Besitz des Stadtschlüssels, bekannte, dass es ein einmaliges Erlebnis sei, närrisches Oberhaupt von Beckum zu sein. Er sprach von vielen tollen Begegnungen, die er in Ausübung seines Amtes erleben konnte. Der Straßenkarneval, so habe er seit Donnerstag erkannt, sei allerdings noch einmal eine ganz andere Sache. „Das ist Gänsehaut pur“, rief Ferdinand I. dem Narrenvolk zu.

Das feierte den frischgebackenen Stadtregenten noch eine ganze Weile in der Stadtmitte, bevor sich Akteure und Zuschauer zurückzogen, um andere Schauplätze unsicher zu machen oder für Rosenmontag Kräfte zu sammeln.

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