Neue Nutzung für die alte Schule
Bild: Krogmeier
Ein ausgedientes Schulgebäude steht in Roland leer. Für den Eigentümer, die Stadt Beckum, suchen (v. l.) Söhnke Wilbrand und Thorsten Herbst eine neue Nutzung.
Bild: Krogmeier

Diese Zeiten sind vorbei, die Schule existiert nicht mehr. Angesichts geringer werdender Schülerzahlen wurde die Grundschule geschlossen. Die Räume in dem Gebäude an der Schulstraße stehen seitdem komplett leer.

Wie kann man ein ausgedientes Schulgebäude in der Zukunft sinnvoll nutzen? Vor diese Frage sind nun die Verantwortlichen in der Beckumer Stadtverwaltung gestellt. Denn nichts ist für die Bausubstanz eines Hauses auf Dauer unglücklicher als ein Leerstand. Für Thorsten Herbst, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, und Söhnke Wilbrand, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung und Wirtschaftsförderung, hat also eines Priorität: Für das Gebäude der Rolandschule muss möglichst schnell eine neue Verwendung gefunden werden.

Wie diese Nutzung gestaltet wird, da sind die Verantwortlichen bei der Stadt völlig offen. Zum einen ist man daran interessiert, das Gebäude an einen Interessenten zu verkaufen. Zum anderen sieht man auch die Möglichkeit, die kompletten Räume oder auch Teilbereiche des Komplexes zu verpachten. „Der Phantasie sind da bei uns keine Grenzen gesetzt“, lädt Thorsten Herbst mögliche Interessierte zum Gespräch ins Rathaus ein.

1700 Quadratmeter stehen für Interessierte bereit

In den Jahren 1956 und 1962 ist das Gebäude der ehemaligen Rolandschule gebaut worden. „Die Bausubstanz ist gut“, macht Thorsten Herbst mit Blick auf das Haus deutlich. Zudem würde die Aufteilung der Räume gute Möglichkeiten für verschiedene Nutzungen bieten.

Insgesamt stehen in dem Haus rund 1700 Quadratmeter in den zwei Geschossen zur Verfügung. Es gibt derzeit zwölf Klassenräume, die eine Größe zwischen 60 und 70 Quadratmeter aufweisen. In der Gesamtfläche sind die Kellerräume enthalten, die allerdings bedingt durch die großen Fenster ebenfalls genutzt werden könnten. „Die Räume sind sehr gut zugeschnitten“, beschreibt Söhnke Wilbrand das Gebäude, dies lasse die unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten zu.

Die Rede ist übrigens nur von dem reinen Schulgebäude, das über eine Gasheizung verfügt. Nicht betroffen sind die im Betrieb befindliche Turnhalle, der ehemalige Verwaltungstrakt und die Hausmeister-Wohnung.

Und noch etwas ist für potenzielle Interessenten wichtig: Im Falle einer Verpachtung könnten die vorhandenen 1700 Quadratmeter für mehrere Nutzer auch unterteilt werden. Darauf wiesen die Verantwortlichen bei der Stadt hin. Soziale Einrichtungen sind im Ortsteil Roland bereits vorhanden. Bürgerzentrum, Turnhalle, Kindergarten und Dorfplatz sind im Angebot und verfügen über geeignete Räume. Über eine Umwidmung des Schulhauses für solche Zwecke muss man in der Stadtverwaltung also nicht mehr nachdenken.

„Möglich wäre hier eine gewerbliche Nutzung, die Räume bieten sich zum Beispiel für Büros direkt an“, preist Herbst das Haus an. „Wir sind daran interessiert, dass hier eine dauerhafte Lösung mit einem guten Konzept zustande kommt“, führt der Fachbereichsleiter weiter aus, „uns ist der Erhalt des Schulgebäudes in und für Roland besonders wichtig.“

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