Noch kein Testkonzept für Supermärkte
Bild: Himmel
Eine Flasche mit Desinfektionsmittel steht am Arbeitsplatz von Kassiererin Birgit Wehofsky. Auch sie dürfte in den nächsten Tagen auf das Corona-Virus getestet werden.
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Diese gelten als besonders gefährdet. Noch gebe es allerdings keinen konkreten Plan, sagt Carsten Recker, Inhaber der Edeka-Märkte in Neubeckum und Ennigerloh. Was die Maßnahme selbst angeht, kann Recker das Vorgehen der Politik nachvollziehen. „Es ist in jedem Fall sinnvoll für die Mitarbeiter, die dann Klarheit haben.“ Die Kassierer hätten schließlich täglich mit vielen Menschen zu tun. 

Für seine Mitarbeiter mittlerweile eine „gewohnte Situation“. Carsten Recker hat den Eindruck, dass sich keiner der insgesamt etwa 40 Kassierer in Neubeckum und Ennigerloh extrem unwohl fühlt. Die Arbeitsbedingungen würden so sicher wie möglich gemacht. Dass Kassierer eine Maske tragen, ist selbstverständlich – auch wenn das über mehrere Stunden beschwerlich sei. Schließlich muss der Mund- und Nasenschutz regelmäßig gewechselt werden und man schwitze bei hohen Temperaturen darunter. An jedem Arbeitsplatz steht außerdem eine Flasche Desinfektionsmittel bereit. Die Kassierer sind durch eine Scheibe von den Kunden getrennt und können selbst entscheiden, ob sie Handschuhe tragen. 

Und wie reagieren die Kunden auf den Lockdown? Carsten Recker hat festgestellt, dass es an den vergangenen zwei Tagen weniger geworden sind. Das könne aber unterschiedliche Gründe haben: das gute Wetter etwa oder die finanzielle Situation am Monatsende. 

Wer die Supermärkte aufsucht, hält sich in der Regel an die Maskenpflicht. Carsten Recker kann die Verstöße an zwei Händen abzählen. Wer keine Maske trägt, wird direkt darauf hingewiesen. 

Nicht nur die tägliche Arbeit, sondern auch die privaten Aktivitäten beeinflussen die Lockdown-Maßnahmen. „Das ist schade, aber nachvollziehbar“, bringt es Carsten Recker auf den Punkt. Auch ihm fehlen zahlreiche Freizeitvergnügen.

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