Notunterkunft schnell hergerichtet
Eile war am Samstag beim Einräumen der Notunterkunft geboten. Auch Michael Lipinski aus Neubeckum half kräftig mit.

Bereits am Tag nach der Ankündigung des Kreises Warendorf, an der Kettelerstraße kurzfristig eine Notunterkunft einzurichten, tummelten sich die Ehrenamtlichen auf dem Gelände. Da die Kapazitäten der Unterbringungseinrichtungen des Landes NRW erschöpft sind, ist Eile geboten.

Obwohl die Helfer bereits am frühen Morgen begannen, erwies sich ihre Arbeit als äußerst schweißtreibend. Schließlich galt es, unter anderem Betten für 75 Personen in den Klassenräumen aufzubauen. Zuvor musste natürlich das alte Schulmobiliar aus den Klassen geräumt werden – bis auf einen Stuhl pro aufgebautem Bett und einigen Tischen. Viel Platz haben die Flüchtlinge nicht. Von Komfort ist nicht zu reden, wie es in einer Pressemitteilung des Kreises heißt.

Trotzdem versuchen die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die inzwischen schon Erfahrungen mit derartigen Einrichtungen gesammelt haben, die Notunterkunft möglichst wohnlich zu gestalten. „Die kleineren Nebenräume der Klassenzimmer sind als Familienraum gedacht“, erläutert Christian Gehling, der für das Deutsche Rote Kreuz aus dem Kreisverband Warendorf-Beckum die Leitung des Aufbaus übernommen hat. Auf diese Weise werde versucht, den Menschen so viel Privatraum, wie möglich zu schaffen.

Selbst an einen Wickelraum wurde gedacht, für den Fall, dass Familien mit kleinen Kindern nach Beckum kommen. Das steht allerdings noch nicht fest. „Wir wissen nicht, wer hier untergebracht wird“, erklärt Gehling. Daher sorgen die Planer für alle Eventualitäten vor. So ist auch ein Sanitätsraum eingerichtet worden, in dem die Flüchtlinge bei Krankheit oder Verletzungen untersucht und medizinisch versorgt werden können.

Am Freitag werden die ersten Flüchtlinge erwartet. Bis dahin ist noch einiges zu erledigen. Duschcontainer werden auf dem Hof aufgestellt, die Technik im Gebäude noch einmal kontrolliert. Dann übernehmen die ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen die Registrierung und Aufnahme der Menschen. Für die nächsten Wochen wird die Regenbogenschule ihr Zuhause sein.

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