Osterfest ein Bekenntnis des Glaubens
Bild: Krogmeier
Die Osterkerze wird von Propst Johannes Mecking in der Osternacht in der Beckumer Propsteikirche entzündet.
Bild: Krogmeier

Wenn in der bevorstehenden Osternacht wieder die Orgel zum Lob Gottes erklingt, dann hat das Symbolcharakter und eine enorme Aussagekraft für die Christen, die in dieser Nacht der Auferstehung von Jesus gedenken.

„Ostern ist das Bekenntnis des christlichen Glaubens, das Bekenntnis, dass im Tod das Leben ist“, geht Propst Johannes Mecking im Gespräch mit der „Glocke“ auf die Bedeutung des Festes ein, „wir glauben an das ewige Leben, das ist das Kennzeichen des Christentums.“ Genau das mache den Glauben aus, stellt der Propst fest, und dieser Glaube dürfe von Christen auch im alltäglichen Leben gelebt werden. Gott sei Mensch geworden, er habe sich auf das menschliche Leben eingelassen. Er sei durch den Tod gegangen und zum Leben auferstanden. Dieses ewige Leben sei auch im Alltag nachvollziehbar, stellt Mecking fest. Wenn zum Beispiel nach einer schweren Krankheit ein Mensch zum Leben zurückkehre, werde das im alltäglichen Leben deutlich spürbar.

„Für mich persönlich bedeutet das Osterfest die Erinnerung, dass vor 13 Jahren am Dienstag nach Ostern mein Vater gestorben ist“, blickt der Propst zurück. Trotz aller Trauer seien er und seine Familie damals in österlicher Hoffnung und im Vertrauen geborgen gewesen: „Der Glaube hat uns sehr viel Kraft gegeben, das ist für mich eine hoffnungsvolle Botschaft, das zeigt auch, wie menschlich unser Gott ist.“

In der Propsteigemeinde ist Ostern bestimmt vom Feiern der heiligen Woche. Und die beginnt bereits am Palmsonntag, wenn dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht wird. Am Gründonnerstag wird in Betstunden bis Mitternacht die Solidarität mit Menschen, die in Not sind, erklärt. Beim Kreuzweg am Karfreitag wird dem Tod von Jesus und der Ungerechtigkeit gedacht, Karsamstag ist eine Zeit der Trauer.

Die Verkündigung der Osterbotschaft steht in der Osternacht im Mittelpunkt. „Wenn die Orgel erklingt, dann ist das ein Zeichen der großen Freude“, freut sich Johannes Mecking auf diese Messe, ehe an den folgenden Tagen das Ostersingen am Sonntag ebenso Tradition hat wie der Emmaustag am Montag.

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