Oststraße: Interesse an Verein nur mäßig
Ein (Schaufenster-)Bild mit Symbolkraft: Der Rahmen für eine Präsentation der Oststraße ist gesteckt, jetzt  muss die Leere dahinter noch mit Leben erfüllt werden.

 Mindestens 30 waren anvisiert, um den privaten Finanzierungsanteil bei der Erstellung eines Standortentwicklungskonzeptes zu stemmen. Elke Frauns vom federführenden münsterschen Planungsbüro hat so recht keine Erklärung für das breite Schweigen. „Wir haben die einmalige Chance, eine Unterstützung durch das Land NRW und der Stadt Beckum in Höhe von rund 19 250 Euro zu erhalten, wird sich Gabriele Pröpsting, Inhaberin des Reformhauses Zurhorst, in einer Presseerklärung zitiert. Sie wundere sich ebenfalls über den geringen Rücklauf.

 „Ich bin davon überzeugt, dass wir die richtigen Projekte für eine positive, zukünftige Entwicklung der Oststraße gemeinsam mit den Akteuren vor Ort erarbeitet haben“, so das Statement von Joachim Schulze-Balhorn, Inhaber der Anton Samson KG. Er plädiert dafür, bis zum Ende des Jahres noch persönliche Gespräche mit den Immobilieneigentümern zu führen, um die Bereitschaft zum finanziellen Engagement im Verein zu wecken.

Auch die Stadt Beckum zeigt sich von der zurückhaltenden Reaktion der Oststraßen-Anrainer überrascht. „Das Handlungsprogramm berücksichtigt 16 passgenaue Maßnahmen, die zur Werterhaltung der Immobilien und zur Förderung des Gewerbestandortes beitragen“, hebt Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann in einer Stellungnahme hervor. „Die Stadt will auch in Zukunft durch das Anwerben öffentlicher Mittel die ISG gezielt unterstützen und hofft darauf, dass sich hierfür eine schlagkräftige und starke Gemeinschaft auf der Oststraße organisiert“, so der Bürgermeister weiter, der damit die Voraussetzung für eine zukünftige Zusammenarbeit andeutet.

Zur Erinnerung: Im Oktober wurde ein Schreiben an sämtliche Immobilieneigentümer und Unternehmen der Oststraße versendet. In dem Brief wurde das in den voran gegangenen Monaten erarbeitete Handlungsprogramm mit Gesamtkosten in Höhe von 47 500 Euro für zwei Jahre vorgestellt. Hiervon sollen 19 250 Euro über die öffentliche Hand finanziert werden. Der Restbetrag in Höhe von 28 250 Euro muss über die Akteure auf der Oststraße sichergestellt werden. Das soll der Verein mit dem Namen „Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Wir von der Oststraße“ mit mindestens 30 Mitgliedern gewährleisten. Für jedes Mitglied bedeutet das einen Beitrag von 40 Euro pro Monat.

SOCIAL BOOKMARKS