Per Allrad-Wohnmobil in die Mongolei
Bild: privat
Vor dem Allrad-Wohnmobil: (v. l.) Karen und Horst Fischer sowie Angelika und Peter Halupka.
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Zehntausende Kilometer legten die Vier zurück, immer ein Ziel vor Augen: die Mongolei. Keine Frage, die Reisegruppe hat sich nicht einfach ins Auto gesetzt und ist losgefahren. „Ein halbes Jahr haben wir uns schon vorbereitet“, erinnert sich Peter Halupka. Schließlich mussten die Vier Visa beantragen, die Route heraussuchen und nicht zuletzt den fahrbaren Untersatz Marke Eigenbau auf Vordermann bringen.

Mit einem Allrad-Wohnmobil brachen die beiden abenteuerlustigen Paare auf. Manch eine Stunde Arbeit hat Peter Halupka in den außergewöhnlichen Wagen gesteckt. Doch es hat sich gelohnt: Auf den Lastwagen mit Baujahr 1987 befestigte der 58-jährige Rentner ein Wohnmobil. Und schon ging es im November vorigen Jahres mit 170 PS, Allradantrieb und einer Wohnfläche von acht Quadratmetern auf die Piste Richtung Tunesien und Libyen – wo die Reisegruppe die Unruhen Anfang des Jahres hautnah miterlebte. „Wir waren in Libyen, als die Revolution in Tunesien ausbrach“, berichtet Peter Halupka. Der Entschluss stand schnell fest: So schnell wie möglich zurück ins sichere Italien.

Bei der Fahrt durch Tunesien sahen die Beckumer Panzer und Militärsperren auf den Straßen. Demonstranten verbrannten Bilder des damaligen Präsidenten Ben Ali. Demolierte Autos vermittelten einen Eindruck von gewaltsamen Auseinandersetzungen. „Dennoch waren wir nie in Gefahr“, meinen Angelika und Peter Halupka heute.

 Weiter ging es über Italien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien in die Ukraine und nach Russland – und schließlich: in die Mongolei. Um nach einem atemberaubenden Aufenthalt über Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan den Heimweg einzuschlagen. Auf der Route lagen Sehenswürdigkeiten wie der Aral-See, der Baikal-See oder das Kaspische Meer – Bilder, die die vier Aussteiger auf Zeit auch nach ihrer Rückkehr noch lange vor Augen haben werden.

Und das Allrad-Wohnmobil? Auf das war Verlass. „Nur einmal mussten wir wegen eines Blattfederbruchs in die Werkstatt“, blickt Peter Halupka zurück. Die nächste Reise kann also kommen. Irgendwie verrückt. . .

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