Plätze frei für Schüleraustausch
Bild: Biefang
Von ihren Erfahrungen im Ausland berichteten Carolin Brockmann (links) und Julia Kahl im „Glocke“-Gespräch. Dirk Komitsch organisiert den Rotary-Austausch.
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Die Chance auf einen Auslandsaufenhalt, organisiert vom Rotary Club Beckum, haben jetzt wieder junge Menschen. Auch Nicht-Rotarier sind aufgerufen, sich bis Ende Oktober zu bewerben. In den Sommerferien 2018 könnte es dann schon losgehen. Gar nicht erwarten konnte Julia Kahl den Start ins Abenteuer. Die 17-Jährige zog es für elf Monate in die USA nach Keokuk im Bundesstaat Iowa. „Ich wäre gerne länger geblieben“, sagt sie rückblickend. Alleine klar zu kommen und selbstständig Entscheidungen zu treffen, habe sie enorm weitergebracht.

Richtig wohlgefühlt bei ihrer Gastfamilie hat sich Carolin Brockmann in Burleson in Texas. Einige Wochen habe sie schon gebraucht, um sich einzuleben. Sie lernte schnell andere Austauschschüler kennen. Und vor allem die fremde Kultur. Denn darum geht es schließlich hauptsächlich bei dem Austauschprogramm, wie Dirk Komitsch, Jugenddienstbeauftragter beim Rotary Club Beckum, betont.

Vor dem Auslandsaufenthalt schon mit dem Erlernen der Fremdsprache zu beginnen, können die beiden Beckumerinnen nur empfehlen. Filme in der jeweiligen Sprache zu schauen oder Bücher zu lesen, sei ein guter Tipp für die Vorbereitung. Und dann geht es auch schon in den Flieger. Vielleicht auch bald für andere Beckumer Schüler. In der Regel sind Teilnehmer zwischen 15 und 17 Jahren alt und besuchen ein Gymnasium oder eine ähnliche Schulform. Denn in dem Jahr, in dem sie unterwegs sind, besuchen sie die Schule weiter.

Zum Programm gehört auch, dass die heimische Familie bereit ist, einen Schüler aus dem Ausland aufzunehmen. Bei der Bewerbung und im Auswahlgespräch sind den Rotariern die Motive besonders wichtig. Bewerber sollten erklären, warum sie auf Entdeckertour gehen wollen. Amerika, Afrika, Asien, Europa oder Australien deckt das Programm ab. Drei Wunschländer dürfen genannt werden, darunter ein englischsprachiges. Nicht nur Erinnerungen sind Julia Kahl und Carolin Brockmann geblieben. Mit einigen Freunden sind sie in Kontakt geblieben. Im Hause Brockmann steht demnächst übrigens ein besonderer Besuch bevor: Carolins Gastfamilie kommt nach Beckum.

In jedem Jahr verbringen mehr als 650 Schüler aus Deutschland im Rahmen des Rotary-Austauschprogramms ein Jahr in einem von 30 Gastländern, wie es auf der Internetseite des Jugenddienstes heißt. Der Rotary-Jugenddienst ist eine der fünf rotarischen Säulen und hat es sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen echte Begegnungen mit fremden Kulturen und Lebensweisen möglich zu machen, damit Vorurteile gar nicht erst entstehen. Dirk Komitsch organisiert für den Club mit Unterstützung des Rotary-Distriktes den Schüleraustausch. Distrikt meint das Gebiet von Düsseldorf bis Münster. Wer ein Austauschjahr in Angriff nimmt, muss sich an Regeln halten: Die vier verbotenen „Ds“ stehen für „No driving, no drinking, no dating, no drugs“. Im Vordergrund soll der Kulturaustausch und das Kennenlernen von Land und Leuten stehen.

Dirk Komitsch steht für Informationen zur Verfügung: E-Mail an dirkkom@mail.de.

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