Prinz Molle I. lenkt das Narrenschiff
Mundschenk Bibo (Berthold Adämmer, links) und Prinz Molle I. (Heinz-Josef Mollemeier) standen bei der Karnevalssitzung als neue Tollitäten im Mittelpunkt.

Zuvor stürmte das Fanfarencorps Weiß-Rot Beckum unter der Leitung von Martina Wenke mit Pauken und Trompeten in den restlos ausverkauften Saal im Hotel Höxberg. Schon vor Sitzungsbeginn machte Discjockey Marc-André Holtewert mit Karnevalsliedern Stimmung. Burkhard Kolkmann und Ex-Stadtprinz Reinhard Northoff konnten 188 bunt kostümierte Narren begrüßen. Dann wurde es spannend. Alles wartete auf den neuen Prinzen, aber der saß schon mit im Saal.

Für Prinz Molle I. und seinen Mundschenk Bibo gab es viel Beifall. Die Kinder- und Jugendgarde der KG „Uns geht die Sonne nicht unter“ zeigten den begeisterten Narren, warum sie vor kurzem noch in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen worden waren. Zwei Seniorinnen, Gabriele van Stephaudt als Trude und Renate Feichtinger als Herta, wussten zu berichten, dass es im Märchenland drunter und drüber geht. Die Showtanzgruppe „Silverlightning“ von der KG „Schildbürger“ zeigte den Narren tolle Hebefiguren. Trainiert wird sie von Simone Heese.

Mechtild Burda als Tamara und Elisabeth Schmidt als Irina stiegen in die Bütt: Zwei Russinnen gingen auf Shoppingtour durch die Beckumer Geschäftswelt. „Wir haben in zwei Stunden 80 000 Euro ausgegeben, mehr war nicht möglich, da nix Geschäfte mehr in Beckum.“ Und auch auf dieser Sitzung war der Auftritt der „Drei Schlawiner“ ein Höhepunkt des Programms. Ein wirklich toller Vortrag. Bevor Stadtprinz Ferdinand I. mit seinem Gefolge einen Besuch abstattete, gratulierten die befreundeten Gesellschaften Prinz Molle und Mundschenk Bibo.

Der Stadtprinz, sein Hofmarschall Ferdinand Heickmann, die Präsidenten, die Prinzengarde, die Straßenmusikanten, der Kater, die Sammelclowns und der singende und tanzende Elferrat der KG „Die Heimatlosen“, sie alle erwiesen sich als Stimmungskanonen. Dann brachte einmal mehr die „Alte Beckumer Stadtwache“ unter der Leitung von Thomas Schmidt und Spaßoffizier Christoph Lehrke gute Laune in den Saal. Der Höhepunkt einer jeden Galasitzung bei den „Heimatlosen“ ist und bleibt der Auftritt der „Bonsais“. Sie mussten lange warten, sind doch alle „Bonsais“ Mitglieder des Stadtelferrats.

Mit ihren Liedern rissen sie die begeisterten Narren zu Jubelstürmen hin. Egal ob mit ihrem Sessionslied oder mit der Mutter aller „Heimatlosen“-Lieder „Wir sitzen gemütlich zusammen“, sie hatten ihr Publikum stets im Griff. Damit ging das Programm, aber noch nicht die Feier zu Ende.

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